Nachhaltigkeit: bewährte grüne Alternativen

… denen ich nach veränderten Lebensumständen eine zweite Chance geben werde!

Es gibt einige Produkte, vor allem im Bereich Badezimmer, die ich in der Vergangenheit als grüne Alternativen zu konventionellen Produkten in mein Leben gelassen habe – die ich dann schließlich unter Anderem durch die turbulenten Monate zum Jahreswechsel rum mit Wohnortswechseln etc aber aus den Augen verloren habe. Zum Teil ist das aus Bequemlichkeit geschehen, zum Teil aber auch weil ich zeitweise nicht meine gewohnten Sachen um mich herum hatte und schnell einen Ersatz brauchte.
Das ist schade, denn diese Produkte haben es definitiv verdient, wieder Einzug in mein Leben zu finden – was sie nun auch tun werden (und teilweise schon haben)!

Welche Alternativen das sind und welche Vorteile sie mit sich bringen

welche Bequemlichkeiten man dafür aber eventuell auch aufgeben muss? Lest ihr hier!

grüne Alternativen

Holz-Zahnbürste anstelle von Plastik

Aufs gesamte Leben betrachtet machen Zahnbürsten eine ganze Menge Müll aus, wenn man von mindestens vier Bürsten im Jahr plus Verpackungsmaterial ausgeht. Noch dazu gibt es immer wieder Gerüchte von Schweinefett im Bürstengriff, was ich dezent.. ekelhaft fänd. Als Alternative gibt es Zahnbürsten aus Holz, die ich nun mit einer kleinen Unterbrechung seit über zwei Jahren benutze und mit denen ich echt zufrieden bin. Vor allen Dingen habe ich in der kurzen Zeit, in der ich wieder eine normale Zahnbürste hatte, mein Exemplar sofort vermisst!

Während ich mit Holz in meinem Mund sehr gut zurecht komme, kenne ich aber auch einige, denen die Umstellung eher schwer fiel oder denen sich schon beim Gedanken alles zusammen zieht – da hilft wohl nur Ausprobieren! Bei dem etwas höheren Preis für eine Holzzahnbürste, die die meisten wohl aus Mangel am Angebot im Einzelhandel im Internet bestellen müssen, und den damit verbundenen Versandkosten, rechnet sich das Bestellen nur, wenn man sich gleich einen Jahresvorrat anschafft – da muss man dann leider in Kauf nehmen, mal eben über 20 Euro auf einmal für Zahnbürsten auszugeben.

Für mich überwiegen aber die Vorteile: fair und wasserschonend hergestellt, vegan mit Borsten aus bpa-freiem Nylon, verpackt im Recycling-Karton, der Griff kompostierbar, benutze ich inzwischen (anders als in meinem ersten Post dazu (Sustainability: Holz))  die Zahbürsten von Hydrophil. Neben den genannten Aspekten, spendet das Unternehmen außerdem zehn Prozent des Gewinnes an Viva con Agua, um sich für sauberes Trinkwasser zu engagieren.

grüne Alternativen

Seife anstelle von Shampoo und Duschzeug

Während ich die Holz-Zahnbürste schon wieder in mein Leben gelassen habe, habe ich den erneuten Umstieg von flüssigem Shampoo und Duschzeug (wie zum Teufel ist eigentlich der richtige Ausdruck dafür? Ich bin mit dem Begriff Duschdas aufgewachsen, weil das die einzige Marke war, die meine Familie benutzt hat 😀 ) auf Haarwaschseife und Körperseife noch nicht wieder geschafft. Und das aus total banalen Gründen, nämlich weil ich in meiner Badewanne noch keine Ablage anbringen konnte, wo die Seife nicht nass wird. Jaja, die Bequemlichkeit lässt grüßen…

(Wenn das Thema neu für euch ist, könnt ihr euch meine alten Posts zum Thema durchlesen: Haarwaschseife & Haarwaschseife No.2)

Definitiv will ich aber wieder umstellen, denn auch, wenn Haarwaschseife ein etwas komplexes Thema ist, in das man sich erst einmal einlesen sollte und die Handhabung am Anfang vielleicht nicht ganz so easypeasy ist, sind für mich die Vorteile entscheidend: neben der Vermeidung von Plastikmüll und dem Unterstützen von kleineren Siedereien (ich bestelle inzwischen ausschließlich bei Savion), kann ich tatsächlich sagen, dass es meinen Haaren und meiner Haut mit Seife viel besser ging und das, obwohl ich nun auch (silikonfreie) Naturkosmetik benutze. Meine Haut und Kopfhaut neigen sehr zu Trockenheit und unangenehmem Spannen und die Probleme hatte ich mit Seife viel seltener.

grüne Alternativen

Die Menstruationstasse anstelle von Tampons und Binden

Immer noch ein Tabuthema, aber doch zum Glück immer verbreiteter, ist die Menstruationstasse, ein Becherchen aus Silikon, das für maximal 12 Stunden eingesetzt wird um Menstruationsblut aufzufangen und damit aufs Leben hochgerechnet circa 12000 Tampons ersetzt – die nicht nur Müll verursachen, sondern im Normalfall auch unglaublich viel Wasser in der Herstellung (Stichwort Baumwolle) benötigen und gebleicht werden. Tampons und Binden stellen außerdem den perfekten Nährboden für Bakterien dar und können somit gesundheitliche Probleme wie Infektionen hervorrufen.

Mit dem Vorgang „ausleeren, ausspülen und auskochen“ ist er eher für Mädchen und Frauen geeignet, die mit ihrem eigenen Körper und deren Ausscheidungen eher weniger Probleme haben (dieses Thema kann man allerdings auch als Herausforderung an sich selbst sehen. Ich habe vor der Benutzung auch eher zu denen gehört, die sich mit ihrem eigenen Körper lieber nicht so genau auseinander gesetzt haben).

Ich habe den Cup circa zwei Jahre lang benutzt und war extrem zufrieden, bis er mir – und jetzt dürft ihr alle ganz laut lachen – einfach ins Klo gefallen ist und weg war 😀  Anschließend war ich um ehrlich zu sein ein bisschen zu geizig, mir einen neuen zu bestellen. Denn auch, wenn die Menstruationstasse im Vergleich zu all den Massen von Tampons natürlich verhältnismäßig günstig ist, ist die Anschaffung mit 30-50 Euro  nicht für jede sofort erschwinglich. Anlässlich dieses Posts habe ich mir aber einen Ruck gegeben. Während ich beim letzten Mal die Mooncup hatte, habe ich nun bei Ruby-Cup bestellt, da ich vor kurzem gelesen habe, dass das Unternehmen für jeden verkauften Cup ein Mädchen in Kenia mit einem eben solchen versorgt- mehr Informationen dazu könnt ihr auf der Seite unter „Soziale Mission“ lesen.

Benutzt ihr bereits welche der vorgestellten Produkte oder könntet ihr euch einen Umstieg vorstellen?

21 thoughts on “Nachhaltigkeit: bewährte grüne Alternativen

  1. Liebe Leni,
    ich freue mich immer wieder, wenn über dieses Thema/ diese Themen geschrieben wird. Das kann gar nicht oft genug geschehen, denn so werden immer mehr Leser erreicht.
    Ich benutze seit März 2014 Haarwaschseifen. Gestartet hatte ich ebenfalls mit Savion-Seifen – das Testpaket hilft dabei sehr. Doch irgendwie kam ich mit ihnen nicht wirklich gut zurecht.
    Dann las ich immer wieder von Aleppo-Seife. Seitdem nutze ich kein Duschgel (das ist der offizielle Begriff 😉 ) mehr, sondern zum Duschen (und auch Rasieren) nur noch Seife. Die Aleppo mit Honig ist mein absoluter Liebling.
    Mein Favorit bei den Haarwaschseifen ist inzwischen Vanille von Steffis Hexenküche (www.steffis-hexenkueche.com). Die eigene Traumseife hängt ja immer auch von Haar- und Hautstrucktur sowie dem Leitungswasser ab.

    Sehr empfehlen kann ich übrigens den Rasierhobel. Sieht schick aus und ist beim Klingenverbrauch absolut sparsam.

    Gesichtswasser nutze ich übrigens gar nicht mehr. Meine Haut dankt es mir sehr. So ist mein Watteverbrauch drastisch gesunken – ich brauch enur abends ein Pad zum Abschminken des Augen-Make-ups.

    Bodylotion verwende ich auch nur noch in fester Form. ein Shea- und Kakaobutterklotz mit Duft ist mir viel lieber als Lotion.

    Beim Reisen merke ich übrigens sehr drastisch, was eine Änderung der Produktwahl bringt: Deutlich weniger Stauraum und Gewicht.

    Liebe Grüße,
    Julia

    1. Hey Julia,

      ist die Aleppo-Seife denn dann nicht zu sehr überfettet für die Haare bzw zu wenig für den Körper? Weil der Überfettungsgrad für die Haut ja eigentlich höher sein müsste als für die Haare..

      Nen Rasierhobel sollte ich vielleicht auch mal ausprobieren, wo hast du deinen denn her?

      Ich nehme zum Abschminken immer erstmal waschbare Tücher nur mit Wasser, bis alles Sichtbare an Schminke weg ist und nehme dann ein Reinigungsöl. Blöd ist halt, dass die Tücher durch die Wimperntusche auch nach dem Waschen natürlich nicht strahlend weiß sind, aber damit kann ich leben. Sieht ja niemand ^^

      1. Liebe Leni,
        sorry, dass ich erst jetzt antworte – als Selbstständige arbeite man halt ständig :-[
        Meinen Rasierhobel habe ich bei A***zon bestellt. Hier habe ich dazu geschrieben: http://trick-is.blogspot.de/2014/09/plastikreduktion-rasierer.html
        Preis: 20,-EUR
        Bei der Aleppo-Seife ist für die Haarwäsche m.E. die Wasserqualität entscheidend. Bei sehr kalkigem Wasser brauche ich eine saure Rinse, ansonsten nicht. Ich habe habe aber auch Locken und deshalb sehr trockenes Haar, so dass reichhaltige Pflege da gut ankommt. Besser für die Haare gefallen mir inwzischen allerdings Steffis Seifen – zumindet shier bei unserem Kalkwasser in Köln; dann kann ich auch auf die Rinse verzichten. Für den Körper ist Aleppo-Seife aber genial. Die gibt’s auch mit Duft – ich liebe z.B. die mit Honig von Zhenobya.

        Zur Gesichtsreinigung: Ich wasch emein Gessict nach dem Abschminken der wasserfesten Mascara mit einem Lappen udn warmem Wasser, bei viel Bühnen-Make-up mit Aleppo-Seife. Ich werde das Öl-Abshcminken aber mal testen, denn diese Wattepads nerven mich schon lange.

        Liebe Grüße,
        Julia

  2. Hihi, zur Abwechslung schreibe ich dir mal einen Kommentar, das ist ja ewig her dass ich das das letzte mal gemacht habe 😀

    Lustigerweise beschäftige ich mich in letzter Zeit mit einem ähnlichen Thema. Seit mehreren Monaten habe ich nun schon kein herkömmliches Shampoo und Spülung benutzt! Nach Versuchen mit Heilerde (hinterher zu staubig, bin wohl beim auswaschen nicht geduldig genug) und Natron (wäscht super, aber pflegt mir nicht genug) bin ich jetzt bei der schwarzen Seife Dudu Osun statt Shampoo hängen geblieben! Meine trockene Kopfhaut fühlt sich mit der Seife viel besser an. Und den Körper kann man damit auch gleich noch mit waschen – wenn mein Duschgel aufgebraucht ist, wird es also auch das ersetzen 😉
    Danach mache ich immer eine saure Rinse, mit stark verdünntem Apfelessig.

    Natron möchte ich jetzt häufiger für verschiedene Sachen nehmen, das ist ja quasi das Hausmittel Nummer 1 und kann alles.

    Lieben Gruß 🙂

    1. Hui, wer hat dich denn da angesteckt? ^^
      Heilerde hatte ich auch mal probiert an den Haaren, aber das ist echt ne matschige Angelegenheit, finde ich 😀

  3. Der MeLuna Cup kostet nur 15€, weil in Deutschland hergestellt (keine Importkosten). Den benutze ich jetzt seitüber einem Jahr und bin sehr zufrieden. Seitdem habe ich keine Infektionen mehr oder Juckreiz.

  4. Danke für die Inspirationen -die Zahnbürsten stehen schon lange auf meiner Liste – und das mit den Seifen würde ich gerne auch mal ausprobieren – ich verreise bald nur mit Handgepäck – das wäre doch ein guter Anlass 😀

  5. Hallo!

    Ich freue mich gerade sehr über Deinen Beitrag und dass Du so viele tolle Alternativen aufzeigst!

    Hab mich gerade in Deine Seife verliebt, die ist sooo schön. Klingt jetzt vermutlich etwas seltsam, aber ich stehe voll auf diese selbst gemachten schön gezeichneten Seifen!

    lg
    Maria

  6. Hallo Leni,
    interessanter Post! Ich bin auch gerade dabei, im Bad einiges umzustellen. Ich benutze aktuell Alepposeife für Gesicht, Haare und Körper. Eine Seife für alles quasi und bin bis jetzt zufrieden 🙂
    Gestern habe ich etwas über Thinx-Unterhosen gelesen. Klang interessant, vielleicht interessiert dich das auch.
    Liebe Grüße!

  7. Was für ein tolles und lebensnaher Post!
    Von Haarwaschseifen habe ich ehrlich gesagt vorher nie etwas gehört, aber die werde ich mir gleich mal genauer ansehen. Ich neige ebenfalls zu trockenen Kopfhaut und würde es schon daher gerne ausprobieren.
    Mit den Menstruationstassen beschäftige ich mich schon länger, bisher konnte ich mich zu einem Kauf leider noch nicht durchringen. Ich muss endlich aus dieser Comfort Zone raus!

    1. Hallo Jana,
      meien Kopfhaut dankt mir den Umstieg von Shampoo auf Seife sehr.
      Keine Sulfate mehr – dadurch juckt nicht mehr.
      Ich kann’s also nur empfehlen.
      Viele Grüße,
      Julischka

  8. Liebe Leni!

    Toll, dass du uns mitgenommen hast auf deine kleine Reise durch dein Badezimmer. Ich bin ziemlich glücklich, fast alle nachhaltigen Neuerungen – bis auf die Menstruationstasse (aber immerhin gibt es Bio-Tampons als Zwischenstation) – ebenfalls bei mir vorzufinden.
    Bezüglich Hydrophil werde ich aber vermutlich demnächst wechseln, weil sie ihre Produktionsbedingungen geädnert haben und der Bürstenkopf nun nicht mehr so gut abbaubar ist. Ecobamboo hat zum Beispiel Bürsten, die zu 100% abbaubar sind. Ich weiß, das sind Feinheiten – aber vielleicht interessiert es dich ja. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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