Bloggen – früher und heute. Ein Beispiel.

Puh, da ist aber gerade was los bei den Bloggern, was? Überall ploppen Beiträge auf, wie wenig Spaß das Bloggen noch macht, wie hoch der Druck ist, wie alles vom Konkurrenzdenken geprägt ist. Solltet ihr davon tatsächlich noch nichts mitbekommen haben, lest euch mal den Blogspot von Anne durch, der das alles sehr gut zusammenfasst und den von Ariane, deren Ansichten dazu ich sehr interessant finde – weil sie irgendwie sehr richtig sind.

Diese ganze „Diskussion“, wenn man sie so nennen mag, nervt mich ein bisschen. Vor allen Dingen, weil ich irgendwie sehr zwiegespalten bin. Ich verstehe beide Seiten. Die Seite, die sagt „die Bloggerszene mit ihrer bemühten Perfektion ist zum Kotzen, ich hasse den Druck“ und die, die sagt „dann ändert doch was, ihr macht doch selbst mit bei dem ganzen Terz!“

Ja, die Bloggerszene hat sich verändert. Wir Blogger haben uns verändert, und die Leser haben sich verändert. Ich blogge jetzt seit ungefähr zehn Jahren. Anfangs war es ein persönlicher, passwortgeschützter Blog bei myblog und es war damals üblich, tagebuchmäßig von seinem Alltag und seinen Gefühlen zu schreiben. Als ich dann hier bei Blogspot „öffentlich“ wurde, war mir klar, dass meine Gefühle in der Form wie früher hier nichts mehr verloren haben. Zu öffentlich, zu viel Angriffsfläche. Also blieb der Alltag.

Ein Post von vor gut fünf Jahren hätte ungefähr so ausgesehen:

„Ich war heute in der Stadt! 
Ich musste dringend zum Frisör, zur Bücherei, zum Arzt wegen einer Überweisung und auch zur Krankenkasse, weil ich mich dringend erkundigen musste, wie das jetzt läuft wegen der Selbstständigkeit. 
Meine Haare sind nun noch etwas kupfriger als zuvor, was man auf den Bildern leider gar nicht so gut erkennt. Seit Wochen war ich nun schon auf der Suche nach einem orangem Lippenstift, bei DM bin ich aber mal wieder nicht fündig geworden, dafür hab ich aber ein paar Nagellacke gekauft… Wegen des Lippenstifts hab ich also im Reformhaus geschaut und tadaaaa. Das Ergebnis könnt ihr auf den Bildern sehen! Anschließend war ich endlich mal in der „Kaufbar“, einem sozialen Gebrauchtwarenkaufhaus, dessen Erlös dafür genutzt wird, Menschen wieder eine berufliche Perspektive zu bieten. Da wollte ich ewig schon hin. Gekauft habe ich zwei Blazer und ein Kleid, das ich allerdings noch umnähen werde. Alles wahnsinnig gut verarbeitet, für insgesamt 7,50 Euro.“

gefolgt von zig Bildern. Von mir, die alle irgendwie gleich aussehen (damals wären sie alle in voller Größe untereinander geordnet gewesen, aber das wollte ich euch jetzt echt nicht antun!) und dann natürlich von den neuen Errungenschaften.

Das Krasse ist: damals hätte ich für den Post um die 15-25 Kommentare bekommen. Und heute? Kriege ich die selten noch, trotz mehr „Professionalität“. Aber würde diesen Wischiwaschi-Post wirklich noch jemand lesen, geschweige denn kommentieren wollen? Ich glaube nicht.

ohmarylane - Elba Ginski

ohmarylane - Elba Ginski

Lakshmi Lippenstift  Elba Ginski

Nagellack Catrice P2  Elba Ginski
Secondhand-Kleidung Elba Ginski

Heute hätte ich aus dieser kleinen Alltagsstory vielleicht folgende Posts kreiert, weil ich glaube, dass das von euch erwartet und das auch meinen eigenen Ansprüchen eher gerecht werden würde:

– Krankenversicherung für Selbstständige – worauf muss ich achten?
– der passende Lippenstift für Kupferhaare – Review inklusive Diskussion um die Inhaltstoffe, denn Lakshmi ist zwar tierversuchsfrei, der Lippenstift ist aber auf Butterbasis hergestellt, was ich leicht befremdlich finde
– drei Nagellacke (Nagellacks, Nagelläcke?) auf einmal – gerade ich, die Kosmetikprodukt-Minimalistin, die vorher gerad mal genauso viele im Schrank stehen hatte?
– Secondhand-Kleidung – jeweils ein Outfitpost pro Teil, plus Vorher-Nachher und vielleicht noch ein How-Two wie das Kleid verändert wurde; außerdem der Gedanke, ob ich durch meinen Kauf nicht wirklich „Bedürftigen“ etwas wegnehme.. ?

Ihr seht vielleicht, worauf ich hinaus will: Ja, ich kenne das, mit dem Druck beim Bloggen. Man will mit seinen Posts jemanden erreichen, dafür will man so professionell wie möglich sein, denn Blogs gibt es wie Sand am Meer. Ja, auch den Neid und die Konkurrenzgedanken kenne ich, denn es ist enttäuschend, stundenlang an einem Post gesessen zu haben und dann vielleicht gerade mal drei Kommentare zu bekommen. Dann fragt man sich, wie das bei anderen läuft, warum die für Posts, die für einen selbst viel weniger aufwändig erscheinen, viel viel mehr Kommentare und Aufrufe bekommen. Und hey, ich bin ja eigentlich schon eher eine von der Sorte, die nicht unbedingt fame-geil ist und die Blogger-Weltherrschaft anstrebt.

Aber ja, ich kann verstehen, dass der Perfektionismus, der daraus resultiert, einem die Freude am Bloggen nimmt, denn diese Unlust überfällt mich selbst regelmäßig. Es ist schwer, sich NICHT danach zu richten, was „der Leser sehen will“, sondern einfach zu machen, worauf man Lust hat. Denn seien wir mal ehrlich – dann kommen meist nicht nur nur zwei oder drei Kommentare, sondern gar keine. Und wer mir jetzt erzählen will, dass er eh nur für sich selbst bloggt und das deshalb nicht schlimm ist – dem glaub ich nicht, sorry.

Beispiele übrigens aus der Vergangenheit für völlig nichtssagende Posts meinerseits mit verhältnismäßig viel zu vielen Kommentaren:
Frust
Schmuddelwetter
Godverdomme!
Ungeglättet
Buchliebe

Was denkt ihr zu diesem Thema? Steht die Bloggerwelt mal wieder vor nem Umbruch?

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57 thoughts on “Bloggen – früher und heute. Ein Beispiel.

  1. ich denke heute wird beim bloggen auch immer mehr auf den Mehrwert geschaut den ein Blog liefert, also nützliche Informationen, Tipps, Reviews etc.
    zb. bei Outfitposts merke ich das bei mir selbst auch, ein schönes Outfit bekommt zb auf Instagram ein like aber nur selten wird der zugehörige Blogpost angeklickt, nur manchen blogs folge ich schon so lange, dass ich dann noch wissen will was der blogger gerade macht
    lg

    1. ja, das stimmt, häufig hat man so einen kleinen kreis an bloggern, an denen man wirklich menschlich interessiert ist und es eig egal ist, was genau sie da schreiben 😀

  2. Ich blogge jetzt seit 3 Jahren – blogge, worauf ich Lust habe, nicht, was Leser erwarten könnten, nutze keine sonstigen Social Media-Kanäle … und bin zufrieden. Ich habe regelmäßig 2, 3 Kommentare, manchmal mehr. Ich habe einige regelmäßige Leser … und bin zufrieden. Ich bin "zu klein", als dass ich Kooperationen angeboten bekäme, aber ich blogge auch nicht für Gratis-Produkte oder Geld. Von mir aus kann es so bleiben 🙂

    1. solange man zufrieden ist, ist alles gut 🙂
      da ich den blog als teil der selbstständigkeit sehe(n möchte), habe ich natürlich immer auch die kooperationen im hinterkopf und somit auch die reichweite..

  3. hmm ich finde es sehr schade, dass viele Blogger sich so verrückt machen mit Kommentaren. Ich selber lese viele und klicke mich so durch aber kommentiere eher selten, frei dem Motto wer nichts zu sagen hat, bleibt lieber ruhig –denn ein weiteres: "wow, ganz tolles Outfit/ toller Post/etc." braucht es meiner Meinung nach nicht wirklich!
    Dennoch kann ich den Druck und den Ärger der damit zusammen hängt auch verstehen und wieder einmal kann man einfach nur sagen, wie schade es ist, dass ein weiteres schönes Medium an den Komerz (fast) verloren gegangen ist.
    Ich hoffe es wird niemals passieren, dass erfolgreiche Blog inhaltslos und sinnfrei seien werden und gute authentische Blogs (wie deiner es ist!) untergehen.
    Liebe Grüße Jasmin

    1. ich hab schon durch die reaktionen hier gemerkt, dass ich ein bisschen zu sehr nur auf die kommentare eingegangen bin.. aber an denen sieht man eben irgendwie am leichtesten, wie das, was man da fabriziert hat, so ankommt ^^
      danke fürs kompliment 🙂

  4. Sehr guter Post, liebe Leni! Ich habe gerade bemerkt, dass ich viel zu selten bei dir kommentiere :/
    Ich glaube, dass das Thema jetzt auch so ein wenig Trendthema ist und bald wieder abflaut. Einige werden sich die Gedanken die gerade im Umlauf sind, zu Herzen nehmen und mehr darauf achten, den Spaßfaktor nicht aus dem Auge zu verlieren, und andere, die heute noch darüber posten, werden morgen genau so perfektionistisch sein wie gestern.
    Ich selbst finde die Veränderung in der Blogszene beides: gut, weil ich diese magazinartigen Artikel sehr gerne lese und auch ein bisschen schleicht, weil ich dieses private Geschwafel sehr vermisse. :)'

    1. ich denke, die mischung machts wohl am ehesten.. ein bisschen magazin, ein bisschen geschwafel. so probiere ich es ja eigentlich auch immer 🙂 oder zumindest in die eher info-basierten posts ein bisschen persönliches reinzubringen!

  5. Hallo Leni!

    Ich habe mir deinen, sowie die von dir im Text verlinkten Artikel durchgelesen, und über deine Frage nachgedacht. Ich lese regelmäßig einige Blogs und habe selbst bei einigen davon seit ein paar Monaten einen Wandel festgestellt. Mir als Leser geht es manchmal so, als wären das gar nicht mehr die Menschen vom Anfang, sondern nur noch irgendwelche anonyme Wesen. Es ist schwer zu beschreiben, gerade als Außenstehender und Nichtblogger. Ich denke allerdings schon, dass die Bloggerwelt vor einem Umbruch steht und ich finde das durchaus positiv. In letzter Zeit gibt es immer mehr Artikel darüber, wie sehr Blogger genervt sind vom Druck. Vom Druck etwas inspirierendes zu posten, vom Druck der Followerzahlen..etc. Wenn ich ehrlich bin bewundere ich diese Menschen, schließlich haben sie sich aus dem Nichts ein eigenes Unternehmen aufgebaut, eine Existensgrundlage und einen Beruf, den es vor noch nicht allzu langer Zeit noch nicht einmal gab. Allerdings sehe ich die Schwierigkeit, dass mit mehr Bekanntheit, es auch umso schwerer wird man selbst zu bleiben. In der Hinsicht fand ich den Artikel von Ariane richtig gut, denn sie hat meiner Meinung nach Recht wenn sie sagt, dass man nicht vergessen sollte welche Macht Blogs haben und wie man diese nutzen kann.
    Nichtsdestotrotz denke ich, dass der Wandel schwer wird. Denn wenn man Geld mit seinem Blog verdient, ist man eben auch darauf angewiesen von Unternehmen als potentieller Kooperationspartner angesehen zu werden.

    Liebe Grüße, Lilly 🙂

  6. hallo, ein toller post. gerade heute habe ich mich noch bei twitter über diese veränderung aufgeregt. diesen beitrag habe ich auch geteilt, damit ihn noch mehr leute finden.
    https://twitter.com/Flauschiexx3/status/623578971444260864
    in dem post habe ich mich wieder erkannt, weil ich früher auch tagebuchmäßig geschrieben habe. ich bin der hoffnug, dass der konkurrenzdruck in den nächsten jahren nachlässt, weil viele ihre blogs löschen werden. derzeit ist es denke ich ein großer trend zu bloggen. aber bloggen verlangt auch passion und arbeit, der viele nicht gewachsen sind. es bleibt spannend 😉 liebe grüße

  7. Ich glaub, das ist der beste Post zu der aktuellen Diskussion, den ich je gelesen habe! Vielen Dank dafür! Dein Beispiel und deine Erklärungen sagen genau das, was ich denke, nur schöner formuliert!
    Du kannst nicht mehr posten "Ich war im Urlaub in X, habe da dies und jenes gesehen", nein es muss ein Travelguide mit Hotel, Location und Essenstipps sein. Dieses "du musst das Problem deines Lesers lösen" geht mir wirklich auf die Nerven!
    Das habe ich schon in dem Kommentar zu Arianes Post versucht zu sagen, dein Post schafft es aber besser!

    1. Ja genau das trifft es. Vielleicht sollten Blogger versuchen, wieder mehr sie selbst zu sein. Nicht für den Leser schreiben (ich kann dieses "ich habe mal für Ezch getestet" nicht mehr lesen), sondern vor allem für sich selbst.

    2. danke dir 🙂
      das mit dem "problem" habe ich auch schon tausendmal auf blogs gelesen, wenn es um selbstständigkeit bzw eine produktidee geht. hat mich da auch schon genervt… ich will keine probleme lösen 😀

  8. Ich hab ja auch über das Thema gebloggt und glaube nicht, dass die Bloggerwelt vor nem Umbruch steht. Es drängen für meinen Geschmack einfach viel zu viele in diesen gleichförmigen, perfekten Magazinlook. Ich entfolge solchen Blogs regelmäßig, weil sie für mich austauschbar und langweilig sind.

    Klar bloggt man heute anders als früher. Mein erster richtiger Blogpost von 2005 handelt von meinem Mathelehrer und wie kacke er ist. 😀 Mir geht es auch gar nicht darum, dass es heute einfach anders ist, sondern darum, dass sich viel zu viele Blogger von Zahlen und diesem gewissen "Look, den man haben muss" verrückt machen lassen und sogar aufhören zu bloggen. Das finde ich so schade un unnötig.

    Aber zum Glück gibt es einfach Unmengen an Blogs, sodass ich mir die für mich interessanten heraussuchen kann und nicht an denen herummäkeln muss, die es nicht so machen, wie ichs gern hätte. 😉

    Liebe Grüüße
    Jenni

    1. hoffen wir mal, dass dein mathelehrer das nicht gelesen hat 😛
      ich habe ja auch schon öfter überlegt, aufzuhören, deshalb kann ich das ein bisschen verstehen.. wenn man eh schon so ein perfektionistischer mensch ist, ist es schwer, sich nicht in diesen "professionalisierungs-strudel" reinziehen zu lassen :/

  9. Darüber habe ich auch schon ganz oft nachgedacht, genauso viel schon darüber gelesen. Und auch ich fühle mich zwischen drin. Einerseits finde ich natürlich die ganzen professionellen Bilder super schön. Andererseits gibt es ein paar Blogger deren alten Posts ich unglaublich gerne ansehe. Weil das eben auch tolle Bilder waren. Weil das irgendwie sozusagen noch erreichbare Menschen waren. Ganz normale wie ich eben. Inzwischen finde ich ist das ein bisschen in die Unerreichbarkeit gegangen. Oder empfinde nur ich so?
    Ich folge auch jetzt noch immer Blogs die "nur" Bilder aus ihrem Alltag posten. So wie man das früher eben meistens getan hat. Das ist auch nochmal so eine Sache. Inzwischen habe ich das Gefühl dass jeder nur noch "Fame" sein möchte. "Bitte folgt mir alle. Aber erwartet nicht dass ich auch irgendjemandem folge der weniger Leser hat als ich" Und auch das mit den Kommentaren. Da hast du vollkommen Recht. Das ist auch sehr viel weniger geworden.
    Ich denk mir halt dann. Ich mach mein Ding und wenn es jemandem gefällt dann freu ich mich und wenn nicht, dann schreib ich eben für mich und die paar Leute was. Und wer weiß, wenn es mir dann keinen Spaß mehr macht, dann hör ich halt auf.
    Das mit dem Bloggen, das ist eben so eine Hass-Liebe.

  10. Aus diesen Gedanken heraus, in der Blogosphäre top mit dabei zu sein, entstand mein Blog mit seinem Namen 😀
    Einfach ein "ich lass mich von der Welle nicht mehr beeinflussen und -drucken und mach einfach, was ich in dem Moment machen will. Aber ohne aktuelle Diskussionen und Paraden komplett auszugrenzen.

  11. Auch ich gehöre zu denen, die viel lesen und wenig kommentieren. Und sich gleichzeitig wie narrisch über jeden Kommentar bei mir selbst freut. Ziemlich unlogisches Verhalten…

    Jedenfalls hab ich konkret von dieser Diskussion nix mitbekommen, das liegt wahrscheinlich daran, dass ich hauptsächlich kleine Nachhaltigkeitsblogs lese, die tatsächlich völlig "magazinfern" daherkommen. In dieser Nische denkt kaum jemand drüber nach, was "man" tun und lassen soll. Aber ich kenne das Grundthema – hab ja schließlich auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und finde mich zum Teil drin wieder: Wo ich ganz am Anfang einfach mit der extrem schlechten Handykamera rumgeknipst hab, hab ich mich dann mit Fotografie, Bildaufbau, etc. beschäftigt, eine ordentliche Kamera besorgt und bin extrem glücklich mit der optischen Aufwertung, die mein Blog dadurch erhalten hat. Denn ich mag schöne Bilder und finde es manchmal erstaunlich, dass ich selbst mittlerweile recht passable hinkriege. Dabei gibt es aber auch noch reichlich Schnappschüsse in meinem Blog, sodass ich oft denke, dass mir die gestylten Bilder eh keiner glaubt 😉

    Von daher mach ich die oft aus Freude an der Kreativität und mit einem Schmunzeln, weil ich und jeder andere eh weiß, dass das nicht die Realität abbildet. Als Mensch werde ich eh durch das sichtbar, was ich schreibe, was mich bewegt und was mir wichtig ist. Dadurch können Leser ein Gefühl für mich kriegen, nicht durch die Bilder. Wenn ich also etwas von mir zeige und preisgebe und mich nicht hinter Plattitüden verstecke, dann glaube ich, kann ein Bezug entstehen. Und ich denke, dass ist der Hauptpunkt, warum einige Blogs so farblos werden. Weil sie ein Bild produzieren und aufrechterhalten, das wenig mit dem konkreten Mensch zu tun hat. Und das ist anstrengend, unbefriedigend und die Leser merken, dass etwas fehlt.

    LG Zora

    1. ja, mir persönlich waren/sind texte auch immer wichtiger als bilder.. ich denke, bilder ziehen eher die aufmerksamkeit auf sich und animieren einen dann, den text zu lesen.

  12. Hallo Leni,

    ich verstehe das Drama um Kommentare ehrlich gesagt gar nicht. Ich persönlich blogge nicht, damit ich (möglichst viele) Kommentare erhalte. Ich blogge über das Reisen und möchte, dass meine Beiträge anderen Menschen bei ihren Reisen helfen oder sie zum Denken anregen. Vor allem möchte ich Reisetipps weitergeben – allgemein oder zu Orten. Da muss ja niemand was kommentieren!? Ich fände es viel schöner, wenn jemand meine Beiträge liest und im echten Leben darüber spricht – zum Beispiel mit demjenigen, mit dem er verreisen möchte. (Ich selbst kommentiere auch nur extrem selten andere Beiträge und finde es immer schlimm, wenn Menschen nur irgendeinen Einzeiler posten, um ihren Link zu platzieren.) Ich halte es übrigens auch für super wichtig sich selbst treu zu bleiben und nicht nur das zu schreiben, was andere eventuell (lieber) lesen würden. Nimm' den Druck einfach raus! 🙂

    Alles Liebe,
    Claire

    1. ich hab oben schon mal irgendwo geschrieben, dass ich ein bisschen zu sehr auf den kommentaren rumgeritten bin. aber woher erfährst du, das jmd deinen beitrag gelesen hat und im echten leben dann darüber gesprochen? höchsten doch, weil derjenige es dir – über einen kommentar 😉 – mitgeteilt hat. …

  13. Mein erster Blog war auch so ein Tagebuchblog. Inzwischen habe ich ihn auf privat gestellt, bin aber froh, ihn zu haben, da er Fotos von mittlerweile verstorbenen Leuten enthält, die mir sehr am Herzen liegen.
    Den Qualitätsanspruch habe ich auf meinem jetzigen Blog auch ein bisschen, wobei ich die Fotos aus meinem Leben weiterhin poste, um die Sache bunter zu gestalten und den Blog persönlich zu halten, denn Musikwissenschaft (Mein Blogthema) ist eben nicht bunt zu bebildern, da gibt es überall Urheberrechtsheckmeck, Meine Beiträge müssen aber mir selbst genügen, also wissenschaftlich fundiert und trotzdem unterhaltsam sein. Da es kaum vergleichbare Blogs gibt, kann ich dabei mehr oder weniger machen, was ich will. Also einfach ich selbst sein und den Lesern eine gewisse Originalität bieten. Soviel Freiheit habe ich aber nur,da es kaum "Konkurrenz" gibt, ich mich also an niemandem messen muss. Wäre es anders, hätte ich das Gefühl unter Druck zu stehen, würde ich nicht mehr auf meinem eigenen Blog posten, sondern nur noch Artikel "verkaufen", also selbständig journalistisch arbeiten.

  14. Liebe Leni,
    ich lese viel und kommentiere so gut wie nie. Ich habe seit deinem Eintrag viel darüber nachgedacht und will dir gern noch meine Gedanken dazu da lassen.
    Das ist eine ganz komische Sache mit dem bloglesen bei mir. Einerseits erfährt man doch viel über die Person die da schreibt, ich fühle mit, ich freue mich mit (herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle noch zur bestandenen Ausbildung! Du kannst sehr sehr stolz auf dich sein und ich freue mich so dass du etwas gefunden hast, was zu dir passt!), ich warte auch und sorge mich vielleicht sogar ein wenig wenn wieder lange Zeit nichts kommt. Das Lesen schafft ein Gefühl der Vertrautheit, von dem ich gleichzeitig weiß dass es ganz sicher genau das nicht ist. Zu jedem Eintrag mache ich mir auch Gedanken, es inspiriert, manchmal hinterlässt es Fragezeichen in mir, manches Mal erfährt und lernt man Neues, werden neue Blickwinkel eröffnet – das alles berührt einen ja und das ist es, was es so wertvoll macht.
    Trotzdem kommentiere ich doch nicht. Weil: ich schreibe einem Autor, dessen Bücher ich lese, ebenfalls nicht. Auch nicht dem, der einen tollen Artikel in der Zeitung geschrieben hat. Ich finde es ganz ganz schwer, diese Ebene Blogleser – Blogschreiber einzuordnen. Es ist eben doch so anonym. Ich weiß, da lesen noch so viele andere mit. Und überhaupt, warum soll ich jetzt meinen Senf dazugeben, das interessiert doch keinen, und wenn doch, fände ich es anstrengend die Kommentare ständig zu verfolgen und eine Diskussion auf diese Art zu führen. Und so weiter und so fort.
    Zum Artikel kann ich nicht viel sagen. Die Blogs, die ich lese, haben das bisher nicht thematisiert. Und ich denke – eine Sinnkrise hat jeder mal, und bei einer Erscheinung wie Blogs laufen viele Entwicklungen auch parallel. Und wenn einer anfängt, sich dann Gedanken zu machen, fragen sich andere auch (weil, siehe oben, das Lesen macht ja was mit einem!) und so zieht das schnell eine Kette hinter sich. Die Blogs, die ich lese, stellen keine perfekte Welt dar. Ich mag das nicht. Diese überkandidelten Fotos auf Food- und Interiorblogs, die Selbstdarstellung irgendwelcher Modetussis, das ist nicht meins. Auf Instagram kommt man manchmal nicht drumrum und da finde ich es oft zum Kotzen auf welche Art sich die Leute da zur Schau stellen. Der Grat zwischen Inspiration/Motivation einerseits und peinlichem Nonsens ist manchmal sehr schmal. Und da sind wir wieder, bei der Authentizität, die auch bei dir einfach so gut rüberkommt. Du machst dir Gedanken jenseits des Konsums und Narzissmus und das finde ICH toll, das spricht MICH an. Jedem Recht machen kann man es sowieso nicht und deswegen wird jeder irgendwann an den Punkt kommen, seinen eigenen Weg suchen und gehen zu müssen, so auch in der Bloggerwelt.
    So jetzt hab ich viel geredet und nichts gesagt, vermutlich reicht es wieder für die nächsten Monate…ich hoffe dass du dich trotzdem gefreut hast dass ich mal wieder aus dem Mauseloch gekrochen bin 😀
    Alles Liebe dir und ganz viel Glück für deinen Start in die Selbstständigkeit! Und: das Kupfer sieht toll aus und die kurzen Haare sowieso.
    **Anette**

    1. Liebe Anette,
      danke für deinen Kommentar 🙂 Auf alle Fälle freue ich mich, dass du aus deinem Mauseloch gekrochen bist 😀
      Interessanter Aspekt mit dem Schreiben an einen Autor.. aber Blogs leben einfach viel mehr vom Austausch zwischen Blogger und Leser, denke ich. Ich kann aber trotzdem verstehen, dass das Kommentieren oder das Verfolgen der Kommentare oder der Diskussion unter einem Post auch zu anstrengend ist. Man hat ja auch noch andere Dinge zu tun 😀 Ich persönlich habe mir halt angewöhnt, Artikel, die ich wirklich super finde und die etwas in mir bewirken, zu kommentieren – einfach, weil ich es kenne, keine Rückmeldung zu bekommen und das manchmal echt traurig macht, gerade dann, wenn der Post sehr viel Arbeit war, oder man sich den Lesern gegenüber sehr öffnet.
      Dass ich auf dich authentisch wirke, freut mich sehr 🙂
      Und danke fürs Glück wünschen und das Kompliment!!

  15. Hm, also ich blogge auch seit ein paar Jahren. Einerseits auf dem gemeinsamen Blog mit meiner Freundin Anne, andererseits sehr privat auf einem weiteren Blog (der mittlerweile jedoch seit einiger Zeit stillliegt). Anne und ich bloggen mehr für uns und unseren engeren Freundes- bzw. Familienkreis, da wird nicht viel erklärt, weil schon vieles am Telefon besprochen wurde, es gibt viele Bilder, und weil uns in letzter Zeit ein wenig die Motivation abhanden gekommen ist, inzwischen auch "Freitagsfüller". Auf die freue ich mich zwar trotzdem immer noch, sowohl aufs Schreiben als auch Lesen, aber es ist ja nicht dasselbe wie ein richtiger Post. Trotz dessen, dass der Blog eher für uns selbst ist, bin ich manchmal auf Blogzug unterwegs, da ich natürlich auch gemerkt habe, dass es schön ist, wenn auch andere Freude an unserem Blog finden, und sei es nur an den schnuffigen Kittenbildern, die ich aktuell zu bieten habe. Mehr kann ich auch nicht erwarten, denn mehr (Inhalt) biete ich aktuell ja auch nicht an. Für mich ist das Bloggen ein Zeitvertreib, der so nebenbei geschieht, wenn ich gerade Lust drauf habe.
    Ich kann gut verstehen, dass es enttäuscht oder frustriert, wenn man viel Arbeit und Liebe in seinen Blog steckt und dann "kaum was bei rumkommt". Was ich dir nur mit auf den Weg geben will: ich glaube, es gibt da draußen viele Leser, die jeden(!) Tag mind. einmal deinen Blog aufrufen und sich jedesmal freuen, wenn es was Neues gibt, und manchmal auch ganz ungeduldig auf den nächsten Beitrag warten, z. B. während deiner vergangenen Prüfungszeit. Die lesen aufmerksam mit, betrachten jedes Bild genau und denken auch über dein Geschreibsel (im besten Sinne gemeint!) nach – meistens ohne einen Kommentar zu hinterlassen. Ich bin einer von denen.
    Und wenn ich dann Beiträge wie den heutigen lese, tut mir das ehrlich leid. Vielleicht werde ich ab jetzt zweimal drüber nachdenken, ob ich fortan nicht doch etwas dazu schreiben kann/möchte, wenn du dir schon die "Mühe" des Bloggens machst. Für mich wird es keinen Unterschied machen; ich nehme genauso viel davon mit, wie wenn ich nur für mich still und heimlich bei dir stöbere. Aber wenn ich weiß, dass ich dir damit etwas zurückgeben kann, dann mache ich das gerne.

    Windige Grüße
    Änni

    1. Hey Änni,
      danke für deinen Kommentar! Dass es tatsächlich Menschen gibt, die so aufmerksam den eigenen Blog lesen und auf neue Beiträge warten, vergisst man dann leider oft, wenn man gefühlt "nichts zurückbekommt". Dabei ist das eigentlich Schwachsinn, ich wurde schließlich nie von jemandem gebeten, mit dem Bloggen anzufangen oder regelmäßig etwas zu schreiben. Das tu ich ja freiwillig, demnach kann man eigentlich gar nicht erwarten, dass auch etwas zurückkommt. Aber umso schöner ist es natürlich, wenn dann doch jemand kommentiert 🙂
      Dein letzter Abschnitt gefällt mir 🙂 Ich würd mich freuen, wenn du zwei Mal drüber nachdenkst – das habe ich mir selbst nämlich auch so angewöhnt!

      Viele Grüße
      Leni

  16. Ich sehe das ähnlich wie Du… Ich blogge nunmehr 12 Jahren – 5 Jahre öffentlich und zuvor führte ich ein livejournal, also mit einer ausgewählten Leserschaft. Dort war es irgendwie privat. Mehr Alltag mehr quatschen wie mit Freunden. Das fehlt in der heutigen Zeit. Früher ein sinnloser Beitrag mit einem traurigen Smiley und 99 der 100 Freunde wollten wissen was schief gelaufen ist. Seit das livejournal weg ist, bin ich aber auch selbst weniger privat. Vielleicht ist auch einfach alles zu groß geworden.

    1. "Vielleicht ist auch einfach alles zu groß geworden." Da könntest du Recht haben… je mehr Blogs man selbst folgt, desto weniger Zeit nimmt man sich ja auch, wirklich aufmerksam zu lesen und nicht nur kurz an der Oberfläche zu schauen, was es so neues gibt.

  17. Liebe Leni,
    normalerweise bin ich hier eher eine stille Leserin, doch heute mag ich auch mal etwas schreiben. Ich blogge – so wie du – seit knapp zehn Jahren und ich glaube, ich hatte noch nie mehr als vier bis fünf Kommentare – meist kommen gar keine. Deshalb kann ich deine Worte
    "Denn seien wir mal ehrlich – dann kommen meist nicht nur nur zwei oder drei Kommentare, sondern gar keine. Und wer mir jetzt erzählen will, dass er eh nur für sich selbst bloggt und das deshalb nicht schlimm ist – dem glaub ich nicht, sorry."
    so nicht unterschreiben. Ich blogge, wenn ich Lust habe und schreibe, was mir gerade in den Sinn kommt. Ich weiß nicht, ob ich fünf oder fünfzehn Leser habe, aber das interessiert mich auch nicht groß. Ich habe mit dem Bloggen begonnen, weil es mich mehr motiviert als Tagebuschreiben (dabei komme ich mir doch eher 'allein' vor und halte es meist nicht durch), so ist das auch heute noch. Egal ob schöne Erlebnisse, Fotos, Gedanken oder auch mal ein Gedicht oder ein Lied… Vielleicht ist aber auch bei einigen Bloggern einfach das Problem, dass sie (wie eben ganz wenige es wirklich schaffen) gern von ihrem Blog leben möchten – da muss man sich dann doch (ein wenig) nach der Nachfrage richten. 😉
    Ich hoffe, meine Worte sind jetzt nicht zu durcheinander, das waren einfach so meine spontanen Gedanken zu deinem Post.

    Viele liebe Grüße,
    Frl. Fuchs

    1. Hey Frl Fuchs,
      die Einstellung finde ich sehr bewundernswert – ich glaube aber tatsächlich, dass so nur ein ganz kleiner Teil an Bloggern denkt 😀 Vielleicht ändert sich auch die Einstellung, wenn man einmal "Blut geleckt hat" und dann vor allen Dingen den Unterschied zu früher wahrnimmt, wo es gar nicht nötig war, hyperprofessionell zu bloggen, um viel Aufmerksamkeit zu bekommen…

  18. Ein großartiger Post! Ich finde es auch total schwer, sich nicht ständig den Kopf darüber zu zerbrechen, was die Leser sehen wollen, wann sie denn auf meine Artikel klicken etc.- wenn man aber nicht versucht, auf's eigene Herz zu hören, geht schnell der Spaß verloren und es bleibt: der Druck.

  19. Hey,

    nie habe ich mir große Gedanken um die Anzahl der Kommentare unter Blogposts gemacht (ich selber schreibe nicht, ich lese nur Blogs, darunter auch deinen und das seit Ewigkeiten:)). Ich kommentiere eigentlich nie etwas – das liegt aber hauptsächlich an den anderen Kommentaren die unter vielen Blogposts sämtlicher Blogs zu lesen sind. Ein "Hi, hübsches Kleid! Besuch doch mal meinen Blog, ich schreibe über bla, bla, http://www.blablabla.de" finde ich so daneben, weil es einfach nur zeigt, dass es um nichts anderes als Eigenwerbung geht. Würden richtige Diskussionen stattfinden oder ehrliche Kommentare zu finden sein, würde ich auch selber viel häufiger etwas kommentieren. So verliere ich aber die Lust.

    Was ich sagen will, es liegt häufig nicht an den Posts an sich, dass ich nicht kommentiere – viel mehr an den anderen Kommentaren (falls das irgendwie Sinn macht)… Mach weiter so, ich schau gern vorbei!

  20. Ein guter Bericht zu diesem Thema!
    Ich blogge seit zwei Jahren. Begonnen habe ich damit, weil ich mir sagte, was andere können, kann ich ebenso….
    Einige der kleinen Blogs, denen ich damals folgte, gibt es schon nicht mehr. Aber ich bin noch dabei, auch wenn ich wenige Follower habe, kaum bis nie Kommentare erhalte und die Seitenaufrufe lächerlich gering sind.
    Meine Fotos sind nicht Hochglanzmagazin-gerecht, mein Blog-Layout wurde schon einmal als aufdringlich betitelt, aber was soll`s? Mir muss es in erster Linie gefallen und ich möchte eben kein 08/15-Layout haben, um damit in der Masse unterzugehen….meins springt sofort ins Auge! 🙂
    Ich habe einen Beautyblog, obwohl dies zu Beginn von mir anders gedacht war. Aber es kristallisierte sich eben immer mehr dieses Interesse von meiner Seite aus heraus.
    Ich zeige oft Tragebilder von Nagellacken. Und hier komme ich zum eigentlichen Punkt: ich verstehe oft nicht, wie manche Blogs in der Beautysparte so groß sein können, obwohl sie unterirdisch schlecht lackierte Fingernägel in die Kamera halten????
    Oder das Thema Produkttests: nur aus Angst, keine Produkte zum Testen mehr zu erhalten, loben viele Blogger die Produkte in den Himmel, obwohl es mir meistens so vorkommt, als hätten sie diese gar nicht wirklich getestet.
    Und dann jammern sie über den großen Konkurrenzdruck…..wobei ich kleine Bloggerin mich ja nie mit einer der großen vergleichen würde!!! Da kann ich nicht mithalten, weil ich unter ganz anderen Bedingungen blogge. "Schuster, bleib bei deinen Leisten!" 😉

  21. Ich finde auch solche persönlichen Posts nicht schlimm, da ich gerne Reiseberichte und Rückblicke aller Art lese 🙂 Vor allem darum geht es doch auch beim Bloggen: Persönlichkeit. Einer meiner Lieblingsblogger (oder sogar DER Lieblingsblogger) meinte mal, man soll einfach schreiben, was einem so durch den Kopf geht und sich nicht zu irgendwas zwingen.
    Ich finde: Bei sehr professionellen Blogs speichert man sich mal 'nen Artikel (wie zum Beispiel die Pro-und-Contra-Liste für einen bestimmten Inhaltsstoff), aber folgen tue ich einem Blog nur, wenn es auch eine persönliche Note gibt und ich mich auch für die Leute dahinter interessiere.
    Beispiel gilt auch für Vlogs: Die Youtuberinnen können die besten Ideen haben und schneiden wie ein Profi, aber wenn mir das Persönliche fehlt oder es vorhanden ist und ich die Leute unsympathisch finde, dann schaue ich die Videos nicht, da können sie tolle Sachen machen, wie sie wollen.
    Und ich denke, genau deswegen bekommen so persönliche Sachen auch die meisten Kommentare! Weil die Leute sowas eben doch auch lesen wollen.

    Liebste Grüße,
    Alexandra von growing-in-self-confidence.blogspot.de

  22. Toller Post! Ich finde das Konkurrenzdenken untereinander auch zu viel, das bloggen sollte Spaß machen und einen nicht unter Druck setzen.
    Ich bin noch nicht so lange in der Blogger-Branche, aber anfangs habe ich mir schon viele Gedanken gemacht… ist das so richtig? kommt das Thema gut an? usw. aber mittlerweile bin ich lockerer geworden, ich bin einfach ich selbst und mir gefallen auch Blogs am Besten, in denen sich die Persönlichkeit widerspiegelt.
    Danke für deine ehrliche Meinung, sie ermutigt mich noch mehr einfach meine Meinung zu schreiben und die Themen zu behandeln, welche mich gerade einfach interessieren.

    Liebe Grüße
    Julia von inlovewithberries.blogspot.co.at

  23. Huch, jetzt sind hier so viele Kommentare, dass ich sie gar nicht alle lesen kann 😉

    Dass sich die Blogger und Blogs verändert haben, dem kann ich voll und ganz zustimmen. Ich habe auch "damals" bei myblog angefangen 😀 Da war es wohl noch dieses unbekannte, man hat quasi fremde Tagebücher gelesen. Dadurch, dass es noch nicht so populär war, konnte man wohl auch etwas offener sein (und es gab kein facebook, wodurch sich Posts unendlich multiplizieren lassen).

    Ich glaube die Veränderung liegt zum Teil daran, dass Blogger inzwischen ein Beruf ist. Jeder will damit berühmt und erfolgreich werden oder zumindest irgendwas umsonst haben. Das ist mir zumindest relativ egal. Ich blogge hauptsächlich weil ich gerne bastle, backe und fotografiere – und mit dem Blog habe ich ein super Ventil dafür und kann es direkt anderen zeigen 🙂 Zuviel Aufmerksamkeit ist mir eher unangenehm, weshalb ich auch keine facebook Seite habe um meine Posts weitreichend zu verteilen. Ich möchte gerne, dass Leute meinen Blog lesen, die wirklich Interesse haben und denen meine Karten und Fotos gefallen und dann auch wiederkommen. Da fühle ich mich wohler mit wenigeren Lesern, als wenn welche zum Lästern oder neidisch sein kommen. Aber selbstverständlich freue ich mich über jeden Kommentar 🙂

    Meistens sind die "berühmtesten" Blogs ja auch die, die am meisten von sich Preis geben – schon allein viele Bilder der Blogger/in oder viele persönliche Geschichten geben dir irgendwann das Gefühl, die Person zu kennen und macht sie interessanter. Ich gebs zu, ich finde diese Blogs auch am spannendsten – und die richtig persönlichen müssen m.M.n. auch überhaupt nicht professionell gemacht sein. Womit wir wieder beim tagebuchartigen myblog wären… Andererseits steh ich auch total auf schöne Fotos, weil es mir zeigt, dass sich jemand Mühe gegeben hat und seinen Beitrag nicht nur so hinrotzt. Tja – ich weiß auch nicht!

  24. Hallo Leni,

    ein wirklich schöner Bericht, der mal wieder zum Nachdenken anregt. Ich würde auch sagen, dass wirklich jeder Blogger merkt wie sich alles verändert. Ich bin bei weitem nicht so lange dabei wie du, aber dennoch konnte ich die Entwicklung in den letzten beiden Jahren sehr gut merken. Die Bilder werden bei vielen Professioneller, es wird über bestimmte mehr oder auch weniger geschrieben und die Kommentare gehen immens zurück. Wobei ich hier denke, dass es nicht immer nur an der Professionalität, sondern auch an der Masse von Blogs liegt. Wer hat schon Zeit, sich stundenlang vor den Computer zu setzen und mehrere Blogs durchzukommentieren. Ich denke, dass hier auch schon ein Knackpunkt liegt.

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass viele große Blogs auch einige bis viele private Statements geben und das ist denke ich auch wieder Trend. Das man in das Leben eines anderen einen Einblick bekommt, Probleme erkennt die man eventuell auch hat und sich verstanden fühlt.

    Ich bin sehr gespannt, welche Richtung es noch einschlagen wird. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ruby

    PS: Du hast hier einen sehr schönen Blog. 🙂

  25. 15 Posts und nun hat man hier schon über 51!

    Ich weiß leider gar nicht wie das Posten/Bloggen früher war – wie auch, immerhin habe ich erst seit Februar meinen eigenen Blog. Was ich allerdings gemerkt habe als Leser, sind die Veränderung das viel mehr auf Bildqualiät gelegt wird. Man macht nicht mehr einfach nur ein Foto von dem neu gekauften Nagellack um den es geht. Dieser Nagellack braucht ein Hintergrund, am besten Weiß mit Blumen. Das Sponsoring wird immer größer und es gibt viele Blogs bei denen es schwer ist Post zu finden, der kein Artikel versteckt.

    Liebe Grüße,
    Bambi
    http://www.xfunkelmaedchen.blogspot.de

    PS: Wundervolle Bilder!

  26. ich habe gerade erst wieder angefangen zu bloggen und daher muss ich leider nach der pause bemerken, wie uninteressant mein blog geworden ist. ich persönlich merke das an den seitenaufrufen oder den kommentaren- die momentan extrem selten sind. außerdem ist mir aufgefallen, dass viele kleine blogs, die ich aber total gut fand, nach meiner pause auf einmal weg sind. dafür sind die großen blogger, noch größer, aber dafür unpersönlicher, geworden.

    toller blog! <3

    LG,

    zarah von
    zarahester.blogspot.com

  27. Viele Kommentare hatte ich noch nie.
    mein erster Blog war auch ehr eine Art Tagebuch.. dafür wollte ich nie kommentare (höchstens vielleicht von der besten Freundin die damals schon so weit weg gewohnt hat)
    Und auch den Blog den ich heute betreibe habe ich anfangs eher für mich geschrieben.. keiner hat ihn wirklich gelesen Keine Kommentare… und entsprechnd auch wenig artikel.
    Heute ist das anders. Ich kommentiere artikel die mir gefallen… und erhalte entsprechend kommentare von netten Bloggern die mich so gefunden haben.
    Darüber freue ich mich. Aber ich frage micha uch: gibt es denn da draußen überhaupt noch leute, die NUR lesen?
    Nicht selbst schreiben?
    Und: ist das nicht irgendwie absurd, wie wir uns eine eigene kleine Welt geschaffen haben und uns somit selbst finanzieren? Irgendwie irre.. manche können von dieser welt leben.. andere nicht. wieder andere geraten unter die räder und halten dem druck nicht stand.
    ich beobachte mich dabei wie ich kritisch auf die Bilder von letzter Woche blicke und denke: als du sie im photoshop offen hattest wart du doch zufrieden.. okd as grün war scheiße zu fotografieren (samt ist ein arsch), aber sonst mochtest du sie doch. ein bisschen dunkel, aber das wolltest du doch so.. und heute, mit einem post ohen viele kommentare und bildern die so gar nicht so sind wie die auf den "hochglanz" blogs denke ich mir: hätteste das doch mal anders gemacht…

    aber nein! Das will ich doch gar nicht.
    *seufz*
    ja, ich verstehe diesen zwiespalt. aber wie mand a am besten wieder rauskommt? ich weiß es nicht….
    ich versuche mich selbt nicht so ernst zu nehmen… nd zu posten was zu mir passt und was mir gefällt.
    ich hoffe das führt irgendwann auch zum Erfolg 🙂

    Viele liebe Grüße

    Franzy

  28. Unter den Literaturbloggern gibt es inzwischen ja schon ähnliche Ermüdungserscheinungen, wenn man immer wieder die gleichen "Dystopie-Inhalt-Klappentext"-Beiträge liest. Aber die werden eben gelesen und viele Leute bilden sich damit eine Meinung, um neue Bücher zu kaufen. Ich selbst lese nur äußerst selten etwas aus dieser Unterhaltungsliteraturecke und kann deshalb sehr gut damit leben, wenn ich weniger Leser und weniger Kommentare habe. Mir geht es aber auch eher um die Selbstreflexion. Da freue ich mich umso mehr, wenn mir plötzlich ein wirklich guter Literaturblogger folgt. Einer ist dann so viel wert wie 10 "Schöner-Post"-Leser.

    Ich denke mal, in einem oder zwei Jahren wird sich das alles wieder gelegt haben und viele Leute schließen ihre Blogs, weil sie es nicht schaffen.

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