Minimalismus: meine persönlichen Schwächen

Auch in diesem Jahr ist der Minimalismus natürlich ein wichtiger Punkt in meinem Leben – und ich hoffe, das bleibt er für immer. Mit jedem Teil, das ich abgebe, fühle ich mich besser. Und freier, mit jedem Stück mehr Raum.

Minimalismustechnisch hat dieses Jahr sogar ziemlich gut angefangen. Am ersten Januartag habe ich meinen Schreibtischbereich aufgeräumt – mal so richtig, denn ich hatte mich monatelang bei jedem Aufräumen vor gewissen Kramsecken gedrückt. Als ich fertig war und meine Tische auf einmal so leer..  habe ich beschlossen, dass ich einen von meinen Schreibtischen auch einfach verkaufen könnte. Denn meinen Eckschreibtisch (dieses Micke-Monster von Ikea) habe ich eh nur als Ablage genutzt, gesessen habe ich immer am normalen, langen Tisch, der gleich vorm Fenster steht. Und je weniger Stauraum, desto weniger Platz für unnötigen Krimskrams, dachte ich mir. Zwei Tage später war er auch schon weg und mein Zimmer gefällt mir schon so viel besser! Jetzt muss nur noch das Fernsehschränkchen raus..  und das Sofa..

Was ich aber eigentlich mit diesem Post bezwecken wollte, war, euch meine persönlichen Schwächen im Bezug auf den Minimalismus näher zu bringen. Denn es gibt so ein paar Bereiche, da lege ich es nicht soo richtig drauf an, Minimalist zu werden.
(Ich entschuldige mich schonmal für die Bilder. Dunkel = ISO hoch = rauschen)

Bücher

Ich habe schon immer unglaublich gern gelesen und Bücher gehortet. Nach meinem Abi gab es dann eine Phase, in der ich wirklich extrem viele gekauft habe – so viele, dass ich mit dem Lesen überhaupt nicht hinterher kam. Zwischenzeitlich waren es glaube ich an die 100 ungelesenen Bücher, die ich besaß und das ist wirklich übertrieben. Seit ein paar Jahren nun schon kaufe ich eigentlich fast gar keine Bücher mehr, denn mein vorrangiges Ziel ist nun erstmal, alle vorhandenen auch zu lesen. Vor einer Weile habe ich auch ziemlich viele ausgemistet und bei momox* verkauft. Denn, auch wenn ich mich beim Bücherbesitz nicht unbedingt einschränken will – dafür liebe ich Bücher einfach viel zu sehr! – so möchte ich doch sicher sein, dass mir jedes einzelne Buch in meinem Regal wirklich viel bedeutet. Während des Lesens sollte ein Buch natürlich Mehrwert haben. Doch mein Gedanke ist, dass es den zusätzlich auch anschließend noch für mich haben sollte. Ein Buch, über das ich nach dem Lesen nie wieder nachgedacht habe, brauche ich nicht zu behalten.
Ich bin übrigens gar kein Ebook-Typ. Ich mag es, viele Bücher zu besitzen.

Notizbücher und anderes aus Papier

Ich hatte schon immer ein Faible für Notizbücher. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich auch immer viel Tagebuch geschrieben habe und einzelne Bücher für sämtliche Listen und ähnliches hatte. Nun habe ich so viele leere Notizbücher in meinem Schrank, dass der Vorrat sicher bis ans Ende meines Lebens reichen wird! Aber solange ich keine neuen dazu kaufe – das schaffe ich immerhin inzwischen, im Gegensatz zu früher – ist das für mich in Ordnung so. Seitdem ich begeisterter Flow-Leser bin, häufen sich nun auch alle möglichen Postkarten, Briefpapier und Heftchen in meinen Schubladen. Da ich Abonnentin bin, bekomme ich die Beilagen sogar doppelt – diese verschenke ich dann aber zumindest häufig. Den Rest versuche ich, bei Geburtstagen und anderen Anlässen zu verbraten, damit sich auch andere daran erfreuen können. In der Schublade bringen sie mir ja nicht soo viel.

Lippenstifte

Für Beauty-Blogger ist meine Auswahl natürlich gar nichts. Aber für mich, die sonst kosmetikmäßig immer nur nachkauft, was aufgebraucht ist und das ganze Jahr über den immer selben Nagellack trägt – wenn überhaupt – sind 20 Lippenstifte eine Menge.
„Wie, die Leni trägt auf ihren Bildern doch aber nie Lippenstift“, denkt ihr euch nun vielleicht. Das stimmt. Auf Bildern nicht. Und auch sonst nicht. Wenns hoch kommt, vielleicht alle zwei Wochen mal und dann wechsel ich auch eigentlich nur zwischen höchstens drei Lippenstiften. Ich glaube, könnte man Lippenstift so bedenkenlos weiterverkaufen wie andere Dinge, dann wären es inzwischen sicher weniger. Aber auch hier schaffe ich es mittlerweile, keine neuen mehr zu kaufen. Seit ich meine kurzen Haare wieder habe, nehme ich mir schon vor, endlich mal auszusortieren und an meine Freundinnen weiterzugeben..  wisst ihr was? Das mache ich nun, gleich, nachdem ich auf „Veröffentlichen“ gedrückt habe!

Was sind eure Schwächen? Wovon könnt und wollt ihr euch einfach nicht trennen? Und ist vielleicht auch so eine unlogische und gar nicht zu euch passende Sammlung dabei wie bei mir?

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40 thoughts on “Minimalismus: meine persönlichen Schwächen

  1. Bücher sind auch mein Problem … ich kaufe zwar nie auf Vorrat, sondern nur, wenn ich es sofort lese und leihe 80% aus der Bücherei, aber 10-20 neue Bücher pro Jahr läppern sich auch.
    Eigentlich möchte ich auch nur die behalten, die mir wichtig sind und die ich nochmal lesen werde. Das Problem ist: Man wird sie so schlecht los. Wenns nicht gerade frisch erschienene sind, kann man sie kaum noch verkaufen, bleibt also nur das Sozialkaufhaus o.ä., und da muss ich erstmal hinkommen.
    (dass manche Leute keinesfalls Bücher, die sie schrecklich fanden, weggeben wollen, nur weil es ja Bücher sind und man Bücher behalten muss, werde ich allerdings nie verstehen … da würde ich sie eher wegwerfen)

    Problematisch sind auch teure Schuhfehlkäufe: Wenn ich für ein Paar über 100 € ausgegeben habe, sie einmal getragen habe und niemand sie für ein Fünftel des Originalpreises haben will, ist das frustrierend … denn so teure und fast neue Schuhe will ich eigentlich auch nicht verschenken :-/
    Und ein paar aussortierte Nagellacke häufen sich hier. Ich trage fast immer Nagellack und benutze auch alle, die ich habe, aber die aussortierten loszuwerden ist einfach viel Arbeit.

    Ich stelle fest: Das Aussortieren ist nicht das Problem, aber das Loswerden von fast neuen Sachen *seufz*

  2. Notizbücher, oh das kenne ich. Hat aber mit zunehmender "Digitalisierung" bei mir abgenommen. Weil ich mir immer wieder klarmache, dass ich – es – nicht – brauche.

    Bei mir ist das auf jeden Fall Nagellack. Hab im
    letzten Jahr schonmal ausgemistet und an die 40 Stück verschenkt, aber es sind immernoch rund 30 übrig und ich glaube der ein oder andere ist schon wieder dazugekommen. Rot ist halt nicht gleich rot! Und schwarz und beige und…

    Neuerdings kauf ich auch wie eine Irre Grünpflanzen, die dann im Hausflur rumstehen, weil ich wegen der Katze nur an einer Stelle der Wohnung welche hinstellen kann.

    Aber sonst hab ich mich ganz gut im Griff 😉

    1. ich mag digitale notizen nicht so gerne.. liegt auch daran, dass dinge, die ich mit hand schreibe, sich mir viel besser einprägen. ich blättere gerne, schreibe gerne, nee, das behalt ich mir bei 🙂

  3. Hallo Leni,
    schöner Post 🙂
    Von geliebten Bücher würde ich mich auch nur ungerne trennen wollen.
    Ich hab das Problem mit dem Sammeln und dem anschließenden Horten von Bastel- und Nähmaterial.
    Ich versuche nichts neues zu kaufen, bis ich eine gewisse Anzahl von Projekten auch mal abschloßen habe.
    Viel Erfolg übrigens bei deinem Weg zur Selbstständigkeit!
    Viele Grüße,
    Cynthia

  4. Ich hab auch so ein Notizbücher-Papierfimmel. Ganz schlimm, und manchmal sind die zu schön um sie dann auch noch zu benutzen. Irgendwie hab ich für jemanden, der sie kaum trägt, auch viele Nagellacke. Und ganz schlimm: Tassen. Ich horte Tassen wie blöde und fülle schon mehr als zwei kleine Schränke damit – zweireihig. Hab da aus Platzgründen (und um die Schränke etwas zu entlasten) ein Tassenverbot auferlegt bekommen 🙂

    Bücher gehen bei mir seitdem ich den eReader vor drei oder vier Jahren bekommen habe. Da wir nur ne minikleine Wohnung haben mussten wir irgendwo Abstriche machen. Also her mit den digitalen Werken. Aber manche Buchreihe hats doch noch ins Regal seitdem geschafft 😀

    Liebe Grüße
    Tina

    1. den gedanken mit dem "zu schön, um reinzuschreiben" hatte ich früher auch 😀 das ignoriere ich inzwischen aber gut, wobei ich auch erst die nicht so schönen vollschreibe… haha.
      die bücher, die es trotzdem ins regal geschafft haben, sind dann sicher ganz besondere oder? 🙂

  5. Oh, die Hesse-Bücher hab ich auch! Die sind einfach wunderschön!
    Ich les sie zwar nicht mehr, aber die waren in meiner Jugend so wichtig für mich, dass sie einen Sonderstatus in meinem kleinen Bücherregal haben. Sonst bin ich mit Büchern nämlich echt rigoros.
    LG Zora

  6. Ich tu mich mit Büchern auch unendlich schwer. Ähnlich ist es auch bei Papierkram und als Design- und Filmstudentin kommen noch unendlich viele Skizzenbücher, Papierkram und Filme hinzu. Man könnte ja aus allem noch was machen. Irgendwann mal. Aber dieses Jahr wird es hoffentlich besser, der Gedanke an einen bevorstehenden Umzug macht das Ausmisten immer leichter. Was weg ist, muss man nicht mehr schleppen.

  7. Bei mir warens auch Bücher, von denen ich mich nicht trennen konnte. Ich hab sie kistenweise über 1.000 Kilometer Umzug mit mir rumgeschleppt und auf meinen sowieso schon spärlichen 21,5qm gehortet, wo sie sämtlichen Platz einnahmen. Irgendwann ging es einfach nicht mehr und Geld für eine größere Wohnung hatte ich nicht, also musste ich aussortieren. Und weißte was? Es hat sich sehr befreiend angefühlt. Ich hatte sogar Freude daran, sie weiterzuverschenken. Denn ich trage sie sowieso im Herzen, und nun können meine Lieblinge anderen ebensolche Freude bringen. Ich werde das auch so beibehalten. Bücher fortan gebraucht kaufen und nach dem Lesen weitergeben. Besonders schöne Stellen schreibe ich mir ab – in ein schönes Notizbuch 😉

  8. … bis ich gerafft habe, dass das bei den Büchern ein und dasselbe Regal ist, nur aus verschiedenen Perspektiven fotografiert 😀 Ich war sogar so verwirrt, dass ich kurz dachte "sie hat ja sogar 2mal Krieg und Frieden" 😀
    Ich bin generell ein ziemlicher Messi. Mein Lieblingssatz ist ebenfalls 'das kann man doch nochmal gebrauchen'. Zum Glück ist meine Mama ähnlich und ich kann jederzeit Dinge auf dem Speicher meiner Eltern zwischenlagern.
    Meine größte Schwäche sind Bücher. Ich lese viel und ich habe, genau wie du, am liebsten ein richtiges Buch in der Hand statt einem E-Book. Und danach stelle ich sie am liebsten in mein Regal. Ich finde ja prinzipiell Bibliotheken gut, aber noch konnte ich mich nicht überwinden, anzumelden, da ich ja dann die Bücher wieder abgeben muss und sie nicht behalten kann.
    Außerdem liebe ich alte Sachen vom Flohmarkt oder Erbstücke. Und da haben es mir besonders Kristallschalen und Uhren/Wecker angetan. 🙂
    Oh und Räuchermännchen finde ich auch super, die sammle ich auch 🙂

    1. ich nutze die bibliothek eig nur für sachbücher und ratgeber! romane kauf ich mir lieber gebraucht…
      räuchermännchen musste ich jetzt erstmal googlen, was macht man denn damit? 😀

    2. Ich finde Räuchermännchen schön anzusehen 🙂 Meine Mama macht die schon immer in der Weinachtszeit an, daher sind das bei mir auch sicher Kindheitserinnerungen. Ich zünde immer diese duftenden Räucherkegel an und schon riecht die ganze Wohnung gut 🙂
      http://www.erzgebirgskunst-drechsel.de/media/catalog/product/cache/1/image/470×470/5e06319eda06f020e43594a9c230972d/R/G/RG26317/Räuchermännchen-Waldwichtel-Zapfen_Richard-Glässer-GmbH_RG26317-31.jpg
      Das ist eins meiner liebsten 🙂

  9. Also das mit den Lippenstiften hätte ich jetzt wirklich nicht erwartet. 😀 Finde ich irgendwie süß. 🙂
    Ich habe ein "Problem" mit Stiften, Papieren, Notizbüchern und Büchern. :< Da bin ich ganz schlimm. Oh, und Jacken. 😀 Ich habe so viele Jacken, so viele kann ich gar nicht anziehen. 😀

    1. da sind regelmäßig alle sehr erstaunt, die von den lippenstiften erfahren… 😀
      jacken habe ich tatsächlich auch sehr viele, aber zu kleidung sollte eh nochmal ein extra-post kommen ^^

  10. Meine Schwächen liegen ebenfalls bei Büchern und auch bei Scrapbook-Materialien. Ich liebe einfach den Anblick eines vollen Bücherregals und beim Basteln und Malen habe ich eben gerne eine große Auswahl, Minimalismus hin oder her ^^

  11. Ich blogge ja im Bereich Beauty, aber so viele Lippenstifte habe ich nicht ;).
    Bücher sind auch mein Laster, obwohl auch das nie so schlimm war. Ich leihe und tausche viel und behalte nur Bücher, die ich wirklich mag. Bei Papeterie werde ich dagegen schon eher schwach; Notizbücher, -hefte, Postkarten, Zeitungsausschnitte…kann man ja alles irgendwie noch mal gebrauchen.^^ Tatsächlich hat mir mein Umstieg auf Naturkosmetik sehr geholfen und mein Bloggen; inzwischen kann ich viel besser aufbrauchen, benutzen und auch nicht-kaufen…

  12. Ohje, Notizbücher sind auch mein Kryptonit. Da nehme ich auch -trotz großem Vorrat- regelmäßig noch welche mit. Deine Bücherregale sehen aber sehr schön sortiert aus 🙂

  13. Bevor ich gebloggt habe, dachte ich tatsächlich, dass ich eine Seltenheit wäre – als Notizbuch und Stiftesammlerin. Aber das lag wohl nur an meinen RL-Freunden 😀
    Und letztens war im HEMA Onlinshop, fataler Fehler, Notizbücher und -hefte für über 30€ gekauft. Ich hoffe, irgendwann bin ich so stark wie du 😀

  14. Bücher. Definitiv die Bücher. Aber ich versuche auch, mir keine neuen zu kaufen, zu wünschen etc. Es gelingt mir nicht unbedingt, aber es wird schon. Ich lese jetzt wenigstens schon die, die seit Längerem im Regal stehen. Aber ich könnte mich nie von irgendeinem trennen. Nein, nein. Da steckt ein Teil von mir in jedem einzelnen. Und ich verkauf mich nicht.

    Sonst.. Es war mal Kleidung. Aber inzwischen kaufe ich bewusster – was die Menge betrifft – ein. Nicht das siebzehnte Top, sondern ein besonderes Teil, das ich wirklich mag und gerne trage.

    Ich wünsche dir viel Glück, deine Minimalismus-Ziele weiterhin so gut umzusetzen und hab noch einen schönen Sonntag,
    Casey

  15. Ich kann mich nicht von meinem vielen Bastelkram trennen, auch wenn ich aktuell gar keine Zeit habe mich damit zu beschäftigen. Außerdem sind Büromaterialien meine große Schwäche. Schreibkram jeder Art. Egal ob Ordner, Stifte, Blöcke, Notizbücher. Einfach alles. Aber auch da sortiere ich momentan durch. Ein bevorstehender Umzug motiviert noch mal so richtig auch in solchen Bereichen auszumisten.

    LG Izzie

    1. den schreibkram (also ordnern, stifte etc) hatte ich früher auch als schwäche.. jeden sommer bin ich erneut zu aldi gefahren und hab mich eingedeckt.. inzwischen mache ich das gar nicht mehr.

  16. Minimalismus, das kann auch heissen, genau das zu besitzen was man braucht um sich wohl zu fühlen. Und manche, die brauchen einfach viele Bücher um sich (ich auch!). Manche brauchen gar nichts. Einige nur ein bisschen und ein paar brauchen jede Menge.
    So oder so, ich finde es immer wieder toll, wie du an die Dinge heran gehst. Und zwischen all den "Guckt mal, mein neuester Mega-Haul"-Posts, die die Blogger so ins Internet pusten, sind deine Beiträge ein regelmäßiger Lichtblick (Nicht, dass ich was gegen hübsche, neue Sachen oder Hauls hätte, aber es ist doch bezeichnend, dass man mit Verzicht oder Bescheidenheit heute dermaßen aus dem Rahmen fallen kann…).

    1. da hast du definitiv recht und sprichst mir aus der seele! deshalb habe ich extra geschrieben, dass ich es in manchen bereichen nicht darauf anlege, minimalistisch zu sein! generell habe ich nicht die rieeesen-ansprüche an mich, aber was ich auf jeden fall möchte, ist alles bewusst zu besitzen!
      danke für deine komplimente 🙂

  17. Ich mag deine Minimalismus-Reihe sehr…
    In den Schwächen hab ich mich ziemlich gut wiedererkannt- bei den Büchern hab ich genau die selbe Herangehensweise. Manchmal hebe ich Bücher auf, die ich garantiert nicht noch einmal lesen werde- nur, weil sie mich an die Zeit, in der ich sie gelesen habe, erinnern.
    Aber ein Bekannter gab mir dazu mal einen schönen Tipp, der die Büchermasse etwas verringert hat: Die Erinnerung ist ja sowieso nicht ans Buch gebunden, du hast sie in deinem Kopf. Und wenn es jetzt keine wertvolle/vergriffene Ausgabe ist, wirst du es, wenns wirklich so sehr fehlt, nochmal nachkaufen können. Wenn du das Buch jetzt weggibst, verlierst du nichts, aber vielleicht bist du in ein paar Jahren auf einem Flohmarkt o.ä. und dann fällt dir eins von den weggegebenen Büchern in die Hände und dann ist diese kurze Wiedersehensfreude sicherlich viel größer, als wenn die Bücher in deinem Schrank verstauben.
    Bei (Gratis-)Postkarten und Zettelchen hab ich auch diesen Tick- ich hebe auch Notizen und kleine Briefchen von anderen an mich auf.. Oder alte Theater-/Kinokarten. Aber trennen kann ich mich irgendwie nicht- ich hab mal überlegt, mir ein "Erinnerungsalbum" zuzulegen und diesen ganzen Schnickschnack dort einzukleben. Dann flattert er nicht rum und hat vielleicht eher einen Nutzen, als in Kisten zu verstauben…
    Liebe Grüße

  18. Ich bin auch so ein Bücherwurm. Ich habe ebenfalls vor einigen Monaten sehr viele Bücher an Momox geschickt und auch einige in den Bücherschrank in unserer Stadt gegeben. Nun habe ich endlich wieder mehr Platz, den ich dringend gebraucht habe!
    Bei mir gibt es auch das "Problem" mit dem Zuviel an Notizbüchern. Mir geht es so wie dir, die die ich habe reichen bin ans Ende meiner Tage. Das schlimme ist, dass ich sie auch selbst herstelle und wenn ich ein tolles Papier sehe, muss ich davon unbedingt ein Heft werkeln. Ich benutze ein Pedori, das ist eine Lederhülle in die man verschiedene Hefte mit Hilfe von Gummibändern "einhängen" kann. Es ist mein Gedächtnis. Daher kann ich viele meiner Notizhefte endlich auch sinnvoll nutzen. Eine ganz tolle Sache.
    Liebe Grüße
    Heike

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