On the way: Parallele Gegensätze

Heute mal was ganz anderes. Gestern war ich ausbildungsbedingt auf der Karl-Lagerfeld-Ausstellung namens „Parallele Gegensätze“ im Folkwang-Museum in Essen.

Ich, als nicht besonders Designer-Interessierte, hatte Lagerfeld bisher als wulstlippigen und immer bebrillten Chanel-Designer im Kopf, der sich gerne über dicke Frauen lustig macht, obwohl er in der Vergangenheit selbst nicht der Schlankste war, sein wahres Alter nicht gern verrät und in dessen Welt keine Heidi Klum existiert. Alles in allem also nicht besonders sympathisch, bis auf den letzten Punkt vielleicht.

Die Ausstellung hat ihn mir dann aber doch etwas schmackhafter gemacht. Sie beschäftigt sich nämlich nicht hauptsächlich mit der Mode Lagerfelds, sondern auch mit seiner Fotografie und seiner Liebe zu Büchern – es gab nicht nur Bücher aus seinem eigenen Verlag zu entdecken, sondern auch Karls eigene Lese-Empfehlungen. Und ganz ehrlich? Ein solcher Buchliebhaber – er soll um die 300.000 Bücher besitzen – kann mir persönlich einfach nicht mehr unsympathisch sein. Ein super Kriterium was? Es ist natürlich auch extrem wichtig, dass er MIR sympathisch ist 😀 Was ich auch sehr interessant fand, ist, wie Lagerfeld zur Fotografie gekommen ist. Er, als extremer Perfektionist, hatte so lange an den Kampagnenfotos herumzumäkeln, dass die Fotografen schließlich gesagt haben, dass er es dann doch bitte einfach selbst machen solle. Und das tat er. Damit kann ich mich so gut identifizieren..

Ob die Ausstellung nun empfehlenswert ist, kann ich gar nicht so genau beantworten. Sie war schon interessant, aber ich weiß nicht, ob sie das auch ohne Führung gewesen wäre. Außerdem war sie auch viel kleiner als erwartet. Ich persönlich würde als Privatperson wahrscheinlich nicht extra von weiter weg hinfahren, aber wenn man eh aus der Nähe kommt, ist es sicher nicht verkehrt, sie sich mal anzusehen.

Die Bilderflut:

 

 

 

 

 

 

 

7 thoughts on “On the way: Parallele Gegensätze

  1. Ich bin ein grosser Fan von Karl Lagerfeld. Nicht nur, dass er quasi Chanel ist, hatte er auch seine Finger bei Balmain und Chloe mit drin sowie immer noch bei Fendi mit. Dass er immer wieder abzieht über dickere Frauen, naja, nicht die feine Art aber besser als ehemals Dicker, der es "geschafft" hat, als jemand der noch nie im Leben Gewichtsprobleme hatte. Und ich könnte mich über seine Sprüche immer totlachen. Der ist einfach so trocken und ehrlich, dem ist es einfach total egal, er ist ja schon so eine unangreifbare Koriphae.
    Liebe Grüsse, Sarah

  2. Hey bin über deinen Blog gestolpert.
    Ich war auch bei dieser Ausstellung, allerdings muss ich sagen dass ich etwas enttäuscht war.
    Ich habe Karl Lagerfeld immer nur mit Mode verbunden und nicht mit dem Rest, was sie von ihm ausstellten.
    Ich hätte mir mehr von seiner Mode gewünscht, das was dort zu sehen war fand ich einfach toll.Auch die kleinen Miniaturen seiner Laufstegkulisse usw einfach klasse.

    Liebe Grüße Violett Love

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.