Sustainability: Wegwerf-Produkte ersetzen

Fakt ist: Wir produzieren massig Müll.
Fakt ist aber auch: Man kann in vielen Fällen locker dagegen angehen.

In den letzten Monaten habe ich angefangen, viele meiner alten Wegwerf-Produkte zu ersetzen oder aber den Verbrauch dessen einzuschränken und das war gar nicht mal so schwer. Deshalb möchte ich euch heute ein paar dieser Dinge zeigen – vielleicht lässt sich ja der ein oder andere von euch inspirieren! Je nach dem, wie eure Reaktionen so ausfallen, wird das sicher nicht der letzte Post zu diesem Thema gewesen sein!

Warum Wasser im Supermarkt in Flaschen kaufen, was einerseits teuer ist und andererseits unsere Umwelt belastet, wenn unser Leitungswasser doch eh viel besser kontrolliert wird? Seit ein paar Monaten trinke ich mein Wasser aus der „Bobble“-Flasche aus recycletem und zu 100% recyclebarem PET. Das Mundstück enthält einen Kohlefilter, das letzte organische Verunreinigungen und Chlor filtert und zudem noch den Geschmack neutralisiert – dazu kann ich allerdings nichts sagen, denn ich habe vorher nie Leitungswasser getrunken. Hunderprozentig zufrieden bin ich mit dieser Lösung um ehrlich zu sein noch nicht, denn erstens mag ich das Genuckel nicht und zweitens ist sie währenddessen auch nicht immer vollständig dicht – vielleicht habe ich aber auch nur einen nicht einwandfreien Filter erwischt, wer weiß das schon?

Früher habe mein Make-Up immer mit feuchten Abschminktüchern entfernt. Da diese selbst von Alverde aber nicht vegan waren, bin ich irgendwann auf Reinigungsmilch und -wasser von Lavera umgestiegen, die ich auf Wattepads gegeben habe. Irgendwann hatte ich dann genug von dem Haufen Pads, der jedes Mal im Müll landete und bestellte mir bei Blumenkinder.eu waschbare Tücher aus Biobaumwolle im Zwölfer-Pack, womit ich echt ziemlich zufrieden bin! Um die Tücher aber etwas zu schonen, entferne ich den Großteil der Schminke erst mal mit Wasser.

Dass man Wattestäbchen nicht zum Ohren reinigen nutzen sollte, ist mittlerweile ja bekannt. Leider komme ich trotzdem nicht ganz drum rum, welche zu benutzen, nämlich für Patzer beim Schminken und Augenbrauen färben. Immerhin bin ich nun auf die plastiklose und ungebleichte Papiervariante umgestiegen. Einen Unterschied in der Handhabung gibt es selbstverständlich nicht – mit dem Griff macht man ja eh nix 😉

Übrigens habe ich schon öfter Menschen sagen hören, dass die Baumwolle doch besser in Kleidung aufgehoben wäre – das stimmt so nicht ganz. Für Wattepads, -stäbchen und ähnliches werden nur sehr kurze Baumwollfasern, die sogenannten „Linters“, verwendet – diese sind überhaupt nicht verspinnbar und können so auch nicht für die Herstellung von Garnen und Geweben genutzt werden!

| Filed under Nachhaltigkeit

41 thoughts on “Sustainability: Wegwerf-Produkte ersetzen

  1. Ich habe von perla ein Abschminktuch ^^ Viel besser und gründlicher 🙂 Zudem peelt es die Haut noch 🙂 Von denen habe ich auch noch ein Gesichtsreinigungstuch, welches besser sein soll als Waschlotionen etc, aber irgendwie fehlt mir meine Seife dann doch 😀

  2. ich bin auch schon länger auf mikrofasertücher speziell fürs gesicht umgestiegen. und mein (teures) gesichtswasser trage ich direkt mit den händen auf, so geht nix im wattepad verloren. wattepads nutze ich nur noch zum nägel ablackieren und selten wenn ich mich stark geschminkt habe zur 'vorreinigung'.

    bin auch noch auf der suche nach einer guten wasserflasche. habe auch die von bobble aber mich stört extrem, dass sie so laut ist wenn sie luft einzieht. das trau ich mich in der uni im seminar einfach nicht und nachts was trinken ohne den freund zu wecken kannst du damit auch vergessen xD

    wo kaufst du denn die wattestäbchen?

    1. uaaah ja, die flasche ist wirklich laut 😀 ich hab auch schon den ein oder anderen blick kassiert haha.

      die wattestäbchen hab ich im biosupermarkt bei uns gekauft, die marke heißt "isabelle"!

  3. Ich hab aus der Türkei eine vegane Seife bekommen, die ist am Stück und unverpackt. Benutzen kann man sie sowohl zum Duschen als auch zum Haare waschen. So eine Seife dürfte es hier aber glaub ich auch geben, weiß nur nicht genau wie die heißt.
    Ich bin schon am überlegen, ob ich mir so einen Wassersprudelautomat kaufe, weils einfach auch billiger kommt und ich nicht so viel Flaschenmüll ansammle..
    Ich find deine Ideen echt super, meine Schwiegermama versucht auch mit so wenig Müll wie möglich auszukommen, noch dazu kocht sie sehr lecker vegan 🙂 Ich freu mich also auf weitere Posts dieser Art 🙂

  4. Meiner meinung nach das für Frauen absolut tollste Ding um 1. Müll zu sparen und 2. auch was "gesundes" zu verwenden ist der DivaCup (oder alternative Produkte) statt Tampons/Binden.
    Das ist so eine Silikontasse, die frau während der Menstruation einsetzt und dann hin und wieder ausleeren muss – am Anfang hat das durchaus einen kleinen Ekelfaktor je nachdem wie man gestrickt ist. Aber das Teil ist echt einfach nur genial! Grade bei den leichten Tagen finde ich dieses Silikonteil auch wesentlich angenehmer als so einen Wattepfropf.
    Zum Reinigen während der Periode einfach nur mit warmem Wasser ordentlich abspülen und für die Tage danach dann einfach kurz in kochendem Wasser sterilisieren und im nächsten Monat wieder verwenden 🙂

  5. Interessanter Post. Ich würde gerne mehr zu diesem Thema von dir erfahren. Ich bin übrigens gerade dabei Shops zu finden, die grüne Mode vertreiben, die auch meinen modischen Ansprüchen entspricht. Leider habe ich noch nichts gefunden. Entweder zu casual, zu basic, zu damenhaft, zu öko oder zu sehr Streetstyle. Schade, schade aber ich gebe nicht auf.

  6. Ahoi Leni,

    zum Abschminken benutze ich auch keine feuchten Abschminktücher und co.
    Hauptsächlich, weil meine Augen IMMER jucken, wenn ich sie mit denen abschminke (ich mag dieses Gefühl demnach gar nicht). Und klar, umweltfreundlich ist das auch nicht. Ich benutze zum Beispiel Microfasertücher, für die man lediglich Wasser braucht, um sich abzuschminken (man braucht noch nicht mal Reinigungsmilch). Da jucken auch keine Augen, die Tücher sind einfach toll! 🙂

    Liebst
    Vanessa

  7. Haha wie lustig, genau heute habe ich auch eine bobble-Flasche geschenkt bekommen 😀 Ich nehm die mit nach England, um das Chlor etwas aus dem Leitungswasser zu filtern.
    In Deutschland braucht man so einen Filter denke ich eigentlich nirgendwo wirklich. Ich trinke fast immer Leitungswasser 😉

    Liebe Grüße ♥

  8. Hallo, Leni 🙂
    Was gut zum thema passt ist weupcycle.com, das ist ein blog der das thema nachhaltigkeit und vor allem wieder-belebung von alten gegenständen zum thema hat. Sind ein paar tolle ideen künstlerischer art dabei 🙂
    Ich finde auch, dass man vermentlichen "müll" wieder neues leben einhauchen kann – ohne dass es "ein öko image " haben muss 🙂
    Liebe grüsse, Tina
    spottingconceitedness.blogspot.com

  9. Hey,
    sehr guter und interessanter Post! Sehr lesenswert und hochaktuell. Finde ich gut! Die bobble-Flaschen habe ich auch schon öfter in der Uni gesehen und werde mir jetzt auch eine zulegen.
    Weil hier schon viele über Microfasertücher zum Abschminken gesprochen haben: Welche nutzt ihr denn? Ich kenn Microfaser nur als Putztücher 😉 Würde mich stark interessieren, weil der ganze Wattepad-Müll ja wirklich nicht sein muss!
    LG
    Julia

  10. Schöner Beitrag! 🙂 Ich finde, das Thema sollte viel öfter thematisiert werden. Ich benutze inzwischen auch nur noch Microfaser-Abschminktücher von Tchibo. Die muss man auch nur nass machen und braucht keine Reinigungsmilch oder dergleichen 🙂

    Liebe Grüße,
    Petra

  11. Gut, dass du das Thema ansprichst. Leider aber werden viele Leute, die sich mit sowas auch mal beschäftigen sollten, solche Posts wohl gar nicht lesen… Was ich mich ebenfalls frage: Warum trinkst du das Leitungswasser nicht einfach so? Ich muss zugeben, ich kenne nichts anderes, bei mir zuhause gab es schon immer einfach nur Leitungswasser und ab und zu mal kohlensäurehaltiges Mineralwasser. Ich find Leitungswasser lecker 😀

    @Denise Kuckelsberg: Darf ich fragen: Was suchst du denn, also welchen Stil? Ich kann das aus deinem Kommentar nicht ganz rauslesen. 🙂

  12. Find ich gut, dass du das Thema mal aufgreifst! Also ich verwende schon seit längerer Zeit nur noch so eine Plastikflasche von Tupperware, die man immer wieder verwenden kann. Früher hatte ich echt Berge von Plastikflaschen, das gibt es jetzt nicht mehr 😉

  13. Bei uns gibts eigentlich auch nur Leitungswasser (ich komme allerdings aus Wien) und evtl selbstgemachten Sirup dazu. Ich bin dieses Jahr dazu über gegangen Obst und Gemüse nur mehr auf dem Markt zu kaufen, und im eigenen Sackerl aus Stoff. Bei den restl. Lebensmitteln versuchen wir, so gut es geht, auf Plastikverpackungen zu verzichten. Mann kommt leider nicht ganz darum herum, manche Sachen gibt es einfach nicht anders verpackt. Ich finds toll dass du hier für solche Themen Raum schaffst.

    lg Claudia

    1. nervt mich auch, dass man plastik bei vielen lebensmitteln nicht vermeiden kann. ich bekomme übrigens auch grundsätzlich an der supermarktkasse eine plastiktüte angeboten, wenn ich da mit meinem losen obst ankomme 😀

  14. wäre da dieser enthärter was für dich? wir wollen uns auch noch ein anschaffen… bis jetzt nehmen wir leitungswasser für unseren sodamaxx. wenn ich später ne eigene wohnung habe mag ich mir so ein osmosewasserfilter kaufen… allerdings muss ich dazu auch eine weile sparen xD

  15. sehr interessanter post 🙂 würde gerne mehr davon lesen :)!
    überhaupt finde ich deine ganze einstellung super 🙂 war auch vor 2jahren auf ner 'modeschule' und hab dort schneiderin gelernt.. hab auch so ne ähnliche einstellung zu klamotten wie du. bin begeistert, weil ich in meinem umkreis immer die einzige bin, die so denkt 🙂

  16. Toller Post und tolle Sache an sich!
    Das mit dem Leitungswasser ist wirklich so eine Sache, ich verstehe überhaupt nicht, warum Leute sich andauernd Wasser in Plastikflaschen kaufen – ist ja auch ein finanzieller Punkt (und ein logistischer – immer dieses Schleppen!). Ich selbst habe daheim so einen Sodastream-Sprudler, der Kohlensäure ins Leitungswasser pustet, damit schmeckt das Wasser dann noch ein wenig besser 🙂

    Ich glaube, ich werde demnächst auch mal meinen Alltag durchforsten und gucken, ob es da das eine oder andere gibt, was sich ersetzen oder wiederverwerten lässt.

    1. Oh, Motivation abgeben würde ich zu gerne, schon allein, um noch mehr von dir zu lesen! Allein diesen Post hier fand ich sehr inspirierend und überlege, vielleicht mal etwas Ähnliches zu machen, bzw. selbst mal zu überlegen, was ich ersetzen könnte und darüber zu bloggen…

      Hatte den ganzen Sommer über ein dickes Motivationsloch und jetzt kribbeln mir die Finger und ich habe tausend Ideen – aber dass das momentane Wetter nicht unbedingt motivierend ist, kann ich auch verstehen :/

  17. ich finde die alternative mit dem leitungswasser super! momentan haben wir lediglich von plasitkflaschen auf Wasserflaschen gewechselt …. aber es gibt filteranlagen, die man an die Wasserleitungen anschließen kann,um problemlos leitungswasser dann zu trinken, was von der qualität her auch besser ist, als das was man so im supermarkt findet =)

    leider kosten diese anlagen schon mehrere tausend € – aber irgendwann wollen wir das trotzdem umstellen =)

  18. Kürzlich habe ich mich endlich dazu durchgerungen, mal meine Gesichtscreme umzustellen, da ich seit ich denken kann Niveacreme benutzt hab, und die ja wirklich nicht das Wahre und dazu noch unvegan ist.

    Ich hab mir jetzt im Bioladen Kokosöl gekauft, meine recht trockene Haut liebt sie und es riecht auch noch unglaublich lecker. Das alles bei einer einzigen Zutat. Da fragt man sich schon manchmal für wie blöd die Kosmetikindustrie einen hält. Natürlich kann man kritisieren, dass das vermutlich Kokospalmen in Monokulturen sind, aber besser als flüssiges Paraffin und dem ganzen anderen Quatsch, der so in Cremes steckt, ist es sicher.

  19. Hallo Leni,

    ich hab schon lange Zeit eine EMIL Wasserflasche. Die ist aus Glas(aus Plastik trinken, finde ich nicht so toll) und es gibt sie mit ganz vielen verschiedenen Bezügen. Aber wie ich dich einschätze, nähst du dir lieber selber einen;)

  20. Hi Leni,

    super Sache mit den Abschminktüchern.
    Von Tchibo gibt es übrigens auch ab und zu Mikrofasertücher – zu denen brauchst du nicht mal Reinigunsmilch oder so, nur Wasser.
    Alle 3-4 Tage auf 30°C waschen und fertig ist der Spaß. Kann ich nur empfehlen!

    LG Melanie

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