Über die Freude am Bloggen.. oder nicht.

Es gibt Dinge, an denen findet man sein
gesamtes Leben lang Gefallen. Dinge, mit denen man sich am liebsten
rund um die Uhr beschäftigen würde, die einem nie zu langweilig
oder anstrengend werden und von denen man sich ungern abbringen
lässt.
Und es gibt Dinge, die machen einem
eine ganze Weile lang wirklich Spaß. Aber je öfter man sie tut,
desto mehr werden sie als Verpflichtung wahrgenommen und man verliert
die Lust darauf. So war es bei mir mit dem Klavier spielen. Mit dem
Fitnessstudio. Und inzwischen auch mit dem Bloggen.
Ich nehme die Bloggerei mittlerweile
nicht mehr als Hobby wahr, an dem ich Spaß habe – und ich schätze,
das merkt ihr. Für mich ist es eine Art Verpflichtung geworden, euch
regelmäßig neuen Content zu bieten. Und leider habe ich eine
angebore Aversion gegen Verpflichtungen.
Ich weiß nicht, ob sich Nicht-Blogger
vorstellen können, dass die Beschäfigung mit dieser ganzen
Bloggerszene einen schon irgendwie unter Druck setzen kann. Man will
ja irgendwie dazugehören. Zu diesem Pool von großen Bloggern, zu
denen, die durchs Bloggen nicht nur ihren Kleiderschrank, sondern
sogar ihren Kühlschrank füllen können. Aber ich muss zugeben, dass
ich mit meinem Blog, je mehr ich darauf aus war, ihn professioneller
zu gestalten, immer unzufriedener wurde. Und nicht nur ich! Wenn ich
eure Rückmeldungen richtig deute, dann auch ihr! Je mehr ich versuche, diesen Blog zu
strukturieren, desto chaotischer wird es. 
Es gab eine Zeit, in der
habe ich einfach munter vor mich hin gebloggt. Und da war ich
glücklich. Aber ich weiß nicht genau, ob und wie ich zu diesem
Zustand zurückkehren könnte.
Generell befinde ich mich gerade wieder
in einer dieser spannenden Phasen im Leben, in denen ich gar nicht so
genau weiß, wer ich bin und wer ich sein will. Spannend deshalb,
weil man noch nicht weiß, wohin die Reise geht. Welche neuen
Prioritäten gesetzt werden. Und das ist ein weiterer Punkt. Wenn ich
mir Gedanken darüber mache, was wirklich wichtig im Leben ist, dann
gehört der Großteil der Themen dieses Blogs da irgendwie nicht zu.
Vielleicht fehlt es ihm an Tiefgang?
Ich muss zugeben, Komplimente zu einem
Outfit geben mir nichts. Nicht langfristig. Nachdem ich das zweite
Mal “Wow, tolles Outfit!” gehört habe, gehen alle weiteren
Kommentare eigentlich eher ins eine Ohr rein und ins andere raus. Das
klingt jetzt furchtbar undankbar. Aber eigentlich möchte ich nur
damit sagen, dass andere Dinge mir mehr geben. Zum Beispiel
Komplimente zu meinem Schreibstil. Kommentare, die mich als Person,
meinen Charakter, angehen. Eure Gedankengänge zu bestimmten Themen
zu erfahren, mich mit euren Meinungen auseinander zu setzen. Das gibt
mir so viel mehr! Aber Posts, die zu sowas führen könnten, sind
meist eher in der Minderheit. Und das liegt momentan wohl auch daran,
dass ich in meiner wenigen Freizeit die Prioritäten falsch setze.
Und dann ist das auch nicht verwunderlich. So ein Blog spiegelt
schließlich nur das tägliche Leben wider.
Was ist mit alldem sagen will? Ich
glaube, ich wollte einfach nur offen zu euch sein. Und euch darauf
vorbereiten, dass es wahrscheinlich in den nächsten Wochen oder
Monaten weiterhin irgendwie chaotisch zugehen wird, bis ich überhaupt
für mich geklärt habe, was ich will. Zumindest weiß ich, dass ich
ungern aufhören würde zu bloggen. Denn das wäre einfach zu schade
und würde mir auch sehr fehlen!
Vielleicht könnt ihr meine
Gedankengänge ja auch nachvollziehen – ich schätze aber eher
nicht, mein Text kommt mir leicht verwirrt vor. Wenn doch, würde ich
mich über Meinungen freuen. Hattet ihr selbst schonmal solche
Phasen? Wie habt ihr sie überstanden und vor allen Dingen: wer oder
was ist herausgekommen? 🙂
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36 thoughts on “Über die Freude am Bloggen.. oder nicht.

  1. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich gerade fühlst. Mir geht es momentan genauso, dass ich eigentlich gar nicht weiß, wo mich dieses Bloggen hinführen soll, was ich damit bezwecke. Ob ich das alles noch will, diese Selbstinszenierung und Oberflächlichkeit. Dass ich mit meinem Blog nie kommerzielle Ziele verfolgen will, war mir ja von Anfang an klar. Aber gerade stehe ich einfach an einem Punkt, wo mir das Alles einfach keinen Spaß mehr macht und mir andere Dinge, in meinem "real life", so viel wichtiger sind. Deshalb hab ich auch erst mal auf unbestimmte Zeit ein Pause eingelegt. Es ist schön zu lesen, dass ich mit diesen Gedanken scheinbar nicht allein bin.

  2. solche post sind mir die liebsten. auch wenn der hier eher einen traurigen beigeschmack hat, weil so eine phase immer schwer ist.
    aber er ist ehrlich , er ist offen und so wirkst du mir als leser unheimlich nah 🙂
    ich hoffe du findest dich wieder und bist dann so zufrieden wie nie 🙂

  3. hey, ich hab deinen blog nur durch zufall gefunden und bin hängen geblieben. nicht nur wegen der outfits und der haare (die kurz sind, was ich in 'modeblogger'-kreisen ja sehr ungewöhnlich finde und somit gut-auch ich habe kurze haare), sondern auch wegen des schreibstils. ich finde es eh gut, wenn man weniger blogt, aber dafür auch was zu sagen hat. der leser kommt ja auch lieber zu einem blog zurück, wo er den schreibenden/blogger erspüren/erlesen kann. ich selber habe leider nicht immer die zeit zu bloggen und hatte auch mal ans aufhören gedacht, aber dann würde auch mir das bloggen fehlen. und als eine art der verwirklichung finde ich es sehr schön. also, mach weiter, du wirst deinen weg finden. egal welche entscheidung du für dich triffst-es wird die für dich richtige sein.

  4. Ich lese gerne deine Gedanken und ich kann es so gut nachvollziehen was du sagst.
    Wohin will man mit seinem Blog und ist das Posten von Outfits nicht eigentlich… ganz schön oberflächlich?
    Sollten wir nicht eigentlich andere Ziele haben? Zum Beispiel einen menschlichen Fortschritt machen?
    Wenn du schreibst, wird sich jeder an deinen Texten festbeißen. Und schöne Bilder sind dann ein Bonus. Schreib, was dich bewegt und schreib deine philosophischen Ansätze, ich finde das gut. Du bist so klug und denkst weiter, vielleicht wird das nicht jedem passen und vllt. langweilst du sogar den einen oder anderen. Aber was solls? Blogge für dich und tue was DIR gut tut, nicht deinen Lesern. Und wenn es dir nicht gut tut, dass der gewünschte Erfolg ausbleibt, musst du dich wieder anpassen. Aber dann ist auch die Frage, ist das richtig, was du tust.

    sooo das ist meine meinung.. liebe grüße

  5. Deine Gedankengänge kann ich sehr gut verstehen. Diese Phasen sind ganz normal. Ich bin jetzt 31 und hatte schon genügend davon. Das gehört zum erwachsen werden dazu. Schliesslich ist man das ja nicht nur auf dem Papier, sondern wird es irgendwann mal. Und es ist wirklich nicht einfach. Hört sich zwar doof an, aber es steckt wirklich ein bisschen Wahrheit dahinter. In der Kindheit bzw. Jugend macht man sich da einfach keine großen Gedanken drüber. Die Aussage dass dir diese Komplimente fürs Outfit nicht lange etwas geben, ist keinesfalls undankbar. Es wäre sehr oberflächlich, wenn man sich nur an so etwas erfreuen würde. Man möchte ja schliesslich nicht nur wegen seines Äusseren geschätzt werden. Obwohl ich deine Outfits auch sehr gerne sehe. Aber das nur am Rande. Wichtig ist, dass du dir Prioritäten setzt die dir wichtig sind und dir Freude am Leben bereiten. Denn das ist das Wichtigste – dass du mit dir selbst und dem was du machst zufrieden und glücklich bist. Oh man ich schreibe hier einen oz langen Texgt. Ich hoffe meine Message ist ein bisschen angekommen.
    Ach ja, ich hoffe sie ist auch verständlich. Habe jetzt auch ein bisschen wirr geschrieben 🙂

    LG
    KAT

  6. Ich hatte schon gut zwei Mal so eine Phase, aber mittlerweile kann ich mich ganz gut von diesem Blogger-Druck distanzieren. Mir wurde einfach klar, dass es MEIN Blog ist, ich machen kann was ICH möchte und keinerlei Verpflichtungen anderen gegenüber habe. Und ich habe mir klar gemacht, dass ich nie einer von diesen mega professionellen Blogs mit 1000 Kooperationen und Blogging Friends sein werde, sondern einfach ein kleiner persönlicher Blog über meinen Kram 😉 Mittlerweile bin ich wieder sehr glücklich dabei.

    Liebste Grüße und viel Kraft in diese "Phase" 🙂

  7. Ich hab des öfteren auch solche Phasen, in denen ich überhaupt nicht mehr weiß, was ich will. Ich setze mich dann meistens irgendwo ganz alleine hin, lass ein bisschen Klaviermusik im Hintergrund dudeln und überlege, was ich ändern will. Oft sondere ich mich dann auch etwas von meinem Freunden ab, weil ich einfach nicht weiß, was ich noch machen soll. Ich nenn es persönlich meine Schneckenhaus-Zeit, die ich aber höchstens zweimal im Jahr habe.
    Wenn ich mit meinem Blog im speziellen oder allgemein meinem Schreibstil nicht zufrieden bin schreib ich einfach mal eine Zeit nichts, bis ich dann den genialen Einfall habe und am liebsten wieder drei Posts täglich machen würde.
    Ich kann auch verstehen, warum du nach den ersten Komplimenten für deine Outfits einfach nur noch schnell drüberliest. Komplimente sollten etwas besonderes sein und wenn man davon hunderte bekommt, sind sie nicht mehr wirklich besonders, besonders wenn einfach nur gesagt wird, dass das Outfit gut aussieht und nicht warum und was vielleicht nicht so gut passt. Die Leute wollen Aufmerksamkeit, aber gleichzeitig wollen sie dafür keine Zeit verschwenden, sie schreiben also einfach nur 'Tolles Outfit' und hoffen, dass jemand ihren Blog anklickt.
    Ich persönlich überlege immer, was mir am Outfit gefällt und nicht gefällt und schreibe das dann auch im Kommentar.

    Ich hoffe das da oben ist nicht zu chaotisch und wiederholt nicht zu sehr das, was andere vor mir geschrieben haben.

    LG Micky

    1. Hallo Micky, ich wollte dir gerade auf deinem Blog antworten, aber dein Profil ist leider nicht sichtbar!
      Danke für deine Worte! Diese Schneckenhauszeit habe ich anscheinend auch gerade. Das kann blöd sein, aber auch unheimlich inspirierend und einen auch weiterbringen!
      Liebe Grüße

  8. Ohja, was du beschreibst kommt mir sehr bekannt vor! Ich habe ja eine Zeit lang aufgehört zu bloggen, weil ich selber einfach total unzufrieden war und mir erstmal klar werden musste was ich eigentlich will, wohin ich will und den Sinn hinter allem wieder verstehen. Ich stand irgendwie was das Bloggen betraf in den letzten Monaten ziemlich unter Druck, ich hatte das Gefühl nicht mehr mithalten zu können und meine Leser nicht mehr zufrieden zu stellen, auch weil ich nicht mehr so viel Zeit dafür hatte wie früher, als ich angefangen habe. Mir ist einfach klar geworden, dass es mein Hobby ist und auch bleibt. Aufgeben konnte ich es einfach nicht, weil es mir ja im Grunde sehr viel Spaß macht und ich Freude daran habe, andere Menschen zu inspirieren. Ich habe für mich in der kleinen Pause festgestellt, dass mein Privatleben, meine Arbeit und die Uni an erster Stelle stehen und mein Blog eben nur ein Hobby ist. Wenn ich einfach mal keine Zeit dafür habe, dann ist es einfach so. Wenn ich unzufrieden bin oder keine Lust habe, dann lasse ich es eben bis ich wieder Lust habe. Ich finde es ist einfach wichtig, dass man selber damit zufrieden ist und einfach sein Ding macht, auch wenn es vielleicht einigen Lesern nicht mehr gefällt. Ich glaube Leser merken es, wenn man etwas erzwingen möchte bzw. einfach nicht so richtig bei der Sache ist, weil man eigentlich keine Lust oder keine Zeit hat.
    Ich hoffe, dass du die Lust wieder am bloggen bekommst und für dich selber einen Weg findest zufrieden damit zu sein (deine Leser werde es mit ganz großer Sicherheit auch sein) 🙂

  9. Als ich deinen Post gelesen habe, musste ich an einen Spruch denken, den ich vor ein paar Tagen auf so einem Teebeutelschnibbel hatte. Der sagte:
    Nur wer sich ändert bleibt sich treu

    In der letzten Zeit haben sich bei dir so viele Änderungen ergeben!
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir die Tragweite und Auswirkungen unserer Entscheidungen später an Stellen bemerken, wo wir sie nie erwartet hätten! Damit überraschen wir uns selbst. Eigentlich ist es aber einfach nur ein schneller Schluss von uns, zu denken, wir würden eine Sache in unserem Leben ändern und der Rest könne bleiben, wie er ist. Wenn die Entscheidung gut war, dann lernen wir, mit den unerwarteten Veränderungen zu leben, dabin ich mir sicher.

    In diesem Sinne bin ich sehr gespannt, zu erfahren, welche Wandlung du vollziehen wirst!

  10. jetzt, wo du es ansprichst, denke ich mir: warum habe ich das noch nie hier hingeschrieben? vlt hab ich das mal, vlt aber nicht klar genug. ich lese deinen blog schon lange, keine ahnung wie lange. aber ich hatte immer freude daran. ich habe auch kanz kurze haare (jetzt will ich sie aber wachsen lassen, mal schauen, wie lange das anhält… höhö) und konnte mich irgendwie immer ein bisschen mit dir identifizieren. ich finde, dein blog ist so wunderbar normal, nicht so unglaublich toll, dass man nur zu dir raufschauen würde und niemals nach dir greifen könnte. sondern so menschlich, so wie ich auch sein könnte.
    (ich freue mich gerade für dich ab den langen kommentaren, obwohl ich keinen davon gelesen habe. aber du hast bestimmt freude daran. ich bin übrigens die mit den armbändern in der schweiz 😉 )
    grüsse, herze.

  11. Also mir gefallen deine Posts, in denen du einfach deinen Standpunkt vertrittst oder aus deinem Leben berichtest eh am besten. Outfits sieht man ja auch auf der Straße. Und man liest ja auch lieber seltener was richtig Gutes als ständig sowas halbherziges. Weiß nicht, ob dir das was bringt, aber wenn es doch dein Blog ist, dann mach auch was du willst. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Erwartungen sehr hoch sind, bist du ja keinem was schuldig! 🙂

    1. Hey, es freut mich sehr, dass dir die Art von Posts gefällt 🙂 Ich habe leider das Gefühl, dass nur ein seeehr kleiner Teil aller Blogleser (nicht nur meiner, sondern generell) wirklich an Text interessiert ist!
      Manchmal ist es richtig schade, auf einem Blog eine Frage zu lesen, die längst im Text beantwortet steht. Einfach, weil derjenige nur Bilder geguckt hat. :/
      Liebe Grüße

  12. Ganz ehrlich: genau die gleichen Gedanken mach ich mir auch grad.
    Zwar ist mein Blog lange nicht so bekannt, aber ich mach das nun auch schon 2 Jahre und hab nach einem Jahr
    von Beauty auf "Fashion" gewechselt. Zwischendrin hatte ich eine Pause von 2 oder 3 Monaten, in der ich nur geschrieben habe, was und worüber ich grade wollte.
    Ich dachte, Fashion wäre mehr mein Thema, aber nun denke ich auch oft darüber nach, das es eig. mehr eine Verpflichtung
    geworden ist und ich mich garnicht mehr darauf freue, die Fotos zu bearbeiten und die Texte zu verfassen…
    Aber vllt ist es auch so eine Art Winter-Depri…
    Ich denke mir auch oft, "schei** doch auf die Outfits, gibt es was unwichtigeres als Klamotten?"

    Ich denke immer mit 100% an einer Sache zu bleiben ist einfach nicht realisierbar, besonders wenn es sich um ein Hobby handelt.
    Jeder hat doch so Phasen, bei denen es Bergauf und Bergab geht.

  13. Mach dir keinen Stress. klar hat man die Unzufriedenheit gemerkt, ich hab ja ne Weile sehr sehr regelmäßig kommentiert aber irgendwie wusste ich teilweise dann auch nicht mehr, was ich unter nen Post schreiben soll. "Schönes Outfit", ja okay. Klar waren sie schön. Aber man mekrt einfach, wenn der Schreiber sich dazu zwingt.
    Ich hab deinen Blog trotzdem nicht aus den Augen verloren, sondern einfach nur als stille Leserin verfolgt.

    Ich kanns auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen und mein erster Gedanke war, als ich gesehen hab, dass du bei CLLCT mitmachste (was ne tolle Sache ist): "oh weh, das setzt sie doch bloß noch mehr unter Druck…"

    Ich bin ja mit meinem Blog und meinen 30 Lesern noch sehr am Anfang und hab mich in den ersten Monaten auch mords gestresst, weil ich dachte, es interessiert irgendwie keinen und man will ja schon irgendwie dazugehören. Klar habe ich nicht den "Druck" wie du, so vielen Lesern möglichst viel Inhalt und oft Content bieten zu "müssen", weil bei mir keine 2000 Leser hintendran hängen 😉

    Dennoch kann ichs glaub nachvollziehen. Und wirr finde ich diesen Eintrag gar nicht. Du bist ehrlich, und das gefällt mir an dir sowieso am meisten 🙂

    Du machst das schon, irgendwann kommt die Lust wieder. Und das ist doch das Wichtigste. Außerdem hast du ka schließlich noch dein reales Leben, deine Ausbildung, deine Wohnung, deinen Freund und deine Katzen 🙂 So wenig ist das nunmal gar nicht 😉

    Also Kopf hoch!

    Liebste Grüße
    Emily

  14. Jap! Mach einfach eine Pause ohne dich zu rechtfertigen, irgendwann dann findest du wieder die Lust zum bloggen, vor allem wenn du weiterhin Blogs liest…ich habe ehrlich gesagt ständig Pausen gemacht und heute dachte ich mir: Ja wieso bloggst du nicht wieder, vor allem für dich selber. Das mit den Verpflichtungen hat mich auch unter Druck gesetzt und ich hab teilweise dann auch echt lange gebraucht bis ich "dazu kam" über z.B. Glossybox zu schreiben…Es ist dein Blog und du bestimmt was wir zu sehen kriegen. So denke ich 🙂

  15. Das kenne ich auch. Momentan hat mich so eine kleine Winterkrise gepackt und für den Blog gar keine Zeit und auch keine Lust. Selbst für die Schule kann ich mich kaum noch aufraffen. Das merke ich auch an meinem Blog, ich blogge nur noch selten und selbst wenn ich blogge sind es meist Beiträge, für die keine langen Vorbereitungen nötig sind. Nur heute hatte ich etwas mehr Elan und habe Wichtelgeschenke gemacht, die bald auch auf meinem Blog zu sehen sein werden 🙂

    LG, Sandrina

  16. Ich bin gerade eben über den Blog-Zug hier gelandet – die Überschrift Deines Posts hatte mich angezogen – und ich habe angefangen zu lesen, ohne zu wissen, was das übergeordenete Thema Deines Blogs ist und ich mochte sofort, wie Du schreibst. Ansonsten bin ich leider furchtbar uninterressiert an Mode und dergleichen (es ist nicht so, dass ich was gegen schöne Klamotten habe, aber Trends gehen mir am A. vorbei und ich hasse es, zu shoppen. Das Zeug muss gut aussehen, sitzen und eine gute Qualität haben, dann trag ich das im Zweifel so lang bis es auseinanderfällt). Trotzdem bin ich neugierig geworden und dann lese ich "eine kleine Stadt in der Nähe von Mönchengladbach" und denke: "Wenn das mal nicht Viersen ist…" Kleine Welt, werde das hier jetzt mal abonnieren und hoffen, dass Du das Bloggen nicht aufgibst.

  17. du entwickelst dich einfach weiter und hast vielleicht angst davor, dass es dann nicht mehr so ist, wie es war, dass du die masse an oberflächlichen "leser" deines blogs vergraulst, weil du mehr auf inhalte gehen willst. oder dass dann weniger kommentare sind oder weniger traffic. ist ja oft so: man bekommt oft wenig kommentare auf einen meinungstext, in den man zeit, recherche und herzblut gesteckt hat, aber deutlich mehr feedback auf ein "schnödes" outfitbild.
    du bist eh gerade in einer phase, in der du nachdenkst, was du willst und vielleicht berücksichtigst du da auch, wie du zukünftig über deinen blog wahrgenommen werden willst. und was du beruflich noch alles machen möchtest. ganz unabhängig vom konkurrenzkampf. das hat mir vor einiger zeit sehr geholfen, als ich unzufrieden war und nicht wusste, wies weitergehen soll mit meinem blog. bloggen soll spass machen find ich 🙂

  18. Ich finde, dass Du zum Ursprung zurück solltest.
    Das bloggen – und das auch in den Zeiten – was und wann Du es möchtest.

    Nur weil Du einen Blog mit Lesern hast, hast Du damit noch lange keine Verpflichtung diesen gegenüber – die hast Du nur Dir gegenüber. Du hast die Leser gewonnen, weil ihnen gefällt, was Du geschrieben hast, ohne Dich unter Druck zu setzen… Warum also jetzt dieser Perfektionsdrang "Ich will dazu gehören"???

    Du bist Blogger und tust es doch! Und da es sich um DEINEN Blog handelt tu es so, wie Du es für richtig hälst und wie es Dich glücklich macht!

  19. Ich kenne das. Ich habe vor 2 Jahren auch ein Jahr lang einen Blog geführt und dnn aufgehört, weil ich es auch nur noch als Verpflichtung wahrgenommen habe. Vom Spaß ging es über in das "wie könnte es noch schöner, schneller und ansprechender werden", da rückte der Spaß immer mehr in den Hintergrund. Nimm dir Zeit, vielleicht brauchst du einfach mal eine Pause, um wieder richtig motiviert zu sein. Ich muss dir sagen (in der Hoffnung das geht nicht ins ine Ohr rein und aus dem anderen wieder raus 😉 ), dass ich deinen Blog gerade deshalb immer sehr gerne mochte, weil er gerade nicht so ist, wie alle anderen. Ich mag das Persönliche und das Individuelle hier sehr gern, das "auf dem Boden Geblieben". Keine Seiten gesponsorter Posts, schöne Texte, die mit viel Liebe verfasst wurden und tolle Bilder. Behalte dir das bei!

    1. Danke für deinen Kommentar 🙂
      Diesen "schöner, schneller, ansprechender"-Gedanken kenne ich nur zu gut! Das ist wohl das Schlimme am Perfektionismus. Da muss ich wirklich mal dran arbeiten.
      Und ich freue mich sehr darüber, dass dir gerade die Dinge an meinem Blog gefallen, die mir auch wichtig sind. Ich wollte nie, dass meine Leser mich als unnahbar empfinden und anscheinend habe ich das bisher immer ganz gut geschafft 🙂
      Liebe Grüße
      Leni

  20. Ich finde es total krass grade, dass du aussprichst, worüber ich mir schon seit Tagen und wochen den kopf zerbreche. nämlich dieses ganze thema bloggen und die verpflichtungen dahinter. ich mein klar, ich fühle mich eigentlich gern verantwortlih für etwas, das ich geschaffen habe, aber das bringt auch eine gewisse kontinuität mit, mit der ich für meine machenschaften sorgen muss.
    mit wachsender leserzahl wird man ja auch irgendwie immer weiter unter druck gesetzt regelmäßig zu schreiben, gutes zu bieten, sich ständig zu verbessern und schlussendlich auch dazu zu gehören.
    ich freue mich immer sehr über neue leser, aber trotzdem zermatert man sich das hirn darüber, was diese menschen auch interessieren könnte. im grunde ist es nur eine zahl, doch wenn man mal einen leser weniger hat (Was bei so kleinen blogs wie meinem natürlich sofort auffällt) dann beschäftigt mich das schon, weil ich auf uhrsachenforschung gehe.

    ich weiß eigentlich schon immer, dass ich ein sehr chaotischer mensch bin und mir fällt es schwer, dinge auf eine weise zutun, die ich absolut nciht gewohnt bin. deshalb frage auch ich mich ständig, ob mein blog nicht unstrukturiert ist. ich führe einen fashion und fotografie blog, was sich finde ich auf den ersten blick ganz passend anhört. aber dann und wann denke ich mir auch.. dass viele vielleicht auch nicht folgen, weil sie nur ein thema interessiert. und somit steht im vordergrund, was die anderen wohl von meinem blog halten und nicht, ob ich mit dem was ich zu sagen und zu zeigen habe zufrieden bin.
    dann denke ich mir machmal.. wofür das ganze ?
    es ist ja auch so, dass sich interessen einfach verändern. momentan hätte ich eigentlich vielmehr lust und auch stoff über kunst, kultur zu schreiben, aber dann denke ich auch sofort daran, einen seperaten blog zu eröffnen, einfach weil das alles nicht vereinbar miteinander ist.
    also wie du siehst, auch bei mir stress, stress über stress.
    inzwischen denke ich auch, dass ich eigentlich lieber als person in diesem blogger pool wahrgenommen werden möchte, als nur als fotomodell oder fashionpuppe. ich denke das ist auch der schlüssel zu einem langfristigen erfolg.. wenn mand as überhaupt so nennen kann. diese persönlichkeit einfließen zu lassen.. aber das wird einem so schwer gemacht, wenn man sich nicht ganz klar ist, was und ob sich die leser tatsächlich für einen selber interessieren.
    also ich finde auch, das ist ein schwieriges thema, was manche garnicht so meinen mögen, die nicht selber darin stecken. jedenfalls finde ich es sehr gut, dass du das mal angesprochen hast, ich denke so ein ähnlicher beitrag wird bei mir auchnoch folgen.
    viele liebe grüße

    Michelle

    ps. ich finde übrigens, dass du im gegensatz zu vielen vielen bekannten bloggern einfach sehr sympatisch rüber kommst. du vermittelst mir durch deine bilder immer so einen eindruck.. von einem bodenständigen, freundlichem menschen, der einfach nicht falsch ist und sich nicht zuvie darauf einbildet, was er bereits erreicht hat. das gefällt mir sehr. schon krass, was einem bilder alles vermitteln können, oder ?

  21. Ich habe ständig solche Phasen. Und auch ich dachte, wo ich noch nicht mal wieder komplett aufhörte, ich muss bloggen.
    Im Prinzip ist es ein Hobby was ich gerne mach.
    Aber ich mach mir da jetzt einfach keinen Stress mehr und blogg über was ich will. Über Bücher, Gedankengänge meinerseits ect ect ect.
    Alles mögliche halt.
    Einfach mal paar Tage Auszeit, Blog Blog lassen und dann danach das überdenken anfangen.

  22. Witzig… ich bin vorher nie hier gelandet und gleich der erste Post, den ich von dir lese ist dieser. Der Witz ist, dass ich mir auch keine anderen Posts angesehen habe. Da ich nur auf der Suche nach Blogs mit Charakter und Persönlichkeit bin, hätte ich den Blog vielleicht weggeklickt, wenn er so Oberflächlich ist, wie Du sagst. (Oder gerade in dieser ehr schwierigen Phase denkst). Doch dieser Post überzeugt mich total. Ich weiß jetzt nicht, wieviel du über Produkte oder Kleider bloggst, die dir gesponsort werden, aber vielleicht geht es dir ja schon besser, wenn du hin und wieder über dich bloggst. Ich schätze es würde deine Leser nur noch mehr ansprechen, als sie zu verschrecken. Oder glaubst du, dass es dadurch eventuell unprofessioneller aussehen könnte?

    Ich habe ein anderes Hobby, dass ich Jahrelang mit viel Freude gemacht habe. Aber mit wachsendem Bekanntheitsgrad wurde auf einmal erwartet, dass ich es immer professioneller und besser mache. Es ist halt nicht nur im Job so, dass man schnell gepusht werden kann um dann so weit oben zu sein, dass es einem schwindelig wird und man sich unwohl fühlt. Ich habe zu diesem Zeitpunkt einfach alles hingeschmissen und habe mich zurückgezogen. Als ich vor kurzem dann wieder ohne Druck damit angefangen habe, kannte mich so gut wie niemand mehr. Aber jetzt macht es mir wieder Spass und ich habe in den letzten Jahren dann gemerkt, wer an mir als Person interessiert ist und wem ich eigentlich egal bin.

    So ist das Leben, aber ich wünsche dir unbekannterweise und weil ich mir Mühe gegeben habe, obwohl wir uns noch nie gelesen haben, dass du glücklich wirst ohne alles hinzuwerfen. 🙂 Viel Erfolg dabei!

    Kaddi

  23. kommt mir teilweise bekannt vor 🙂 ich habe für mich entschieden, das zu machen, wozu ich gerade lust hab und nicht das, was andere von mir erwarten. und ich glaube, dafür hat jeder verständnis 🙂

  24. Ich denke, jeder weiß genau was du meinst. Ich kenn das Gefühl auch. Ich finde es viel toller zu meiner Person ein Kompliment zu bekommen, als zum Aussehen. Im 'echten' Leben ist es genauso., bei mir zumindestens..

  25. Ich wundere mich, dass bei einer so großen Leserzahl so wenig Kommentare zu diesem Post enthalten sind. Wir investieren viel Zeit in unsere Blogs. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Texte gar nicht richtig gelesen werden, sondern nur überflogen. Das merkt man vor allem daran, wenn völlig am Thema vorbeikommentiert wird.

    LG Sabine

  26. Lass Dich auf keinen Fall zu sehr unter Druck setzen.
    Ich habe Deinen Blog erst heute zufällig entdeckt und bin begeistert.
    Nicht, weil ich Outfit-Posts liebe. Genau genommen ist dies der erste Blog, der es TROTZ Outfit-Posts in meine Leseliste geschafft hat.
    Das liegt einfach daran, dass ich für diese Art von Posts nicht wirklich viel übrig habe.

    Warum folge ich Deinem Blog nun?
    Wegen diesem Post. Dein Schreibstil ist wunderbar und ehrlich. Ich würde mich freuen, wenn Du mehr Posts in diese Richtung schreiben würdest.
    Auch Dein Design hat mich sofort beeindruckt – Chaotisch kommt es mir nicht vor.

    Man merkt, dass Du viel Herzblut hier reingesteckt hast.
    Leider hat sich die Blogger-Szene in den letzten Jahren dahingehend verändert, dass gerade Outfit-Posts oder Posts über das Alltägliche gern gesehen werden und diese Blogs einen großen Leserzuwachs feiern.
    Weshalb schreibst Du nicht einmal darüber? 😉

    Ähm… Worauf wollte ich hinaus?
    Achja:
    Das Bloggen ist ein Hobby und ich würde es nicht betreiben, um damit Bauch und Kleiderschrank zu füllen, sondern um die Köpfe der Leute mit Ideen und Inspirationen zu füttern.
    Genau das hast Du mit diesem Post bei mir erreicht.
    Gib nicht auf 🙂

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