vom besitz

Ohne nachzusehen – wie viele Teile befinden sich ungetragen in eurem Kleiderschrank?
Bei manchen von euch werden es zwei oder drei Teile sein. Vielleicht habt ihr sie erst vor kurzem gekauft und wisst noch nicht, wie ihr sie kombinieren sollt. Bei vielen von euch, wenn nicht gar dem Großteil, werden es eine ganze Menge mehr Teile sein. Und bestimmt hängen sie auch schon eine Weile dort.
Mir fallen spontan – ! – fast zehn Teile ein, die ich noch nie getragen habe. Ich weiß, dass an mindestens vier von ihnen noch ein Preisschild hängt und ich das älteste bereits vor über einem Jahr gekauft habe. Unter meinen Taschen erblicke ich unter anderem fünf Stück aus dem Londoner Primark, die ich im Juli letzten Jahres gekauft, allerdings nie ausgeführt habe. Noch dazu stehen fast achtzig Bücher in meinem Regal, die ich allein beim Kauf in meinen Händen gehalten und anschließend nie mehr eines Blickes gewürdigt habe.
Frage: Warum tu ich so etwas? Warum gebe ich hart erarbeitetes Geld für Dinge aus, die ich anschließend nie mehr benutze weil ich sie nicht benötige? Warum denke ich bei der vierten braunen Tasche „DIE ist es!“ obwohl ich doch weiß, dass mindestens zwei der drei bereits gekauften noch nie das Licht der Welt erblickt haben und jauchze beim sechsten Paar schwarzer Pumps, auch wenn bereits der Großteil der Vorgänger mit meinen Füßen eher seltener Bekanntschaft machten?
Bei Kleiderkreisel.de fragte zuletzt ein Mädchen: Was würdet ihr in diesem Moment am liebsten tun? Ich habe mir nur die ersten beiden Seiten der Antworten durchgelesen, da sowieso jede zweite dasselbe beinhaltete: Shoppen! Einkaufen! Geld ausgeben!
Zurück zu mir. Wenn ich das einundachtzigste Buch zu seinen neuen Freunden ins Regal stelle, sorgfältig darauf bedacht, dass es farblich und verlagstechnisch in die Reihe passt, macht sich ein wohliges, warmes Gefühl in mir breit. Sobald ich neue Dinge mein Eigen nennen darf, und ich meinen Besitz immer weiter wachsen sehe, spüre ich so etwas wie ein Seligkeitsgefühl.
Ich bin Sammler. Mein Besitz macht mich glücklich – dachte ich bisher. Denn wenn ich einmal ganz scharf nachdenke, merke ich, dass das Glück nur von sehr kurzer Dauer ist. Ungefähr bis ich etwas neues Schönes entdecke. Ich bin nämlich auch Jäger! Oft machen sich Gedanken dieser Art in mir breit: DAS brauche ich. Wenn ich DAS hätte, wäre ich glücklich. NUR noch das! Mit DIESEM TEIL wäre mein Leben perfekt! Pustekuchen.
Ich stehe auf Besitz. Konsum und Besitz machen mich kurzzeitig glücklich. Doch manchmal, von Zeit zu Zeit, flüstert etwas ganz leise in mir, und momentan schreit es richtig laut: Du denkst zwar, dass du den Besitz besitzt. Aber eigentlich besitzt der Besitz dich! Man macht sich abhängig von seinem Besitz. Mit dem Besitz wird negatives verknüpft. Wenn ich mir meine Bücher und Zeitschriftenstapel ansehe, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Ich frage mich: Wann soll ich die überhaupt alle lesen?! Warum habe ich mir nicht längst Zeit dazu genommen, sie zu lesen? Und dann kommen die Schuldgefühle. Und der Gedanke, dass ich meine Zeit nicht sinnvoll nutze. Und so weiter. Wenn mir auf der Suche nach dem passenden Outfit plötzlich ein kleines weißes Preisschild in die Hände fällt, verziehe ich mein Gesicht und denke: „Ach ja.. Das habe ich ja auch noch.“ Und das gleiche denke ich wieder, wenn es mir einen Monat später erneut ins Blickfeld kommt. Und wieder. Und wieder.
Was ich mit all dem Geschwafel eigentlich sagen will, ist: Ich habe bemerkt, dass mich mein Konsum und mein Besitz nicht dauerhaft glücklich macht. Ich weiß, dass es mich nicht glücklicher macht, wenn ich seit acht Monaten die Psychologie Heute kaufe, um keine zu verpassen, ohne sie aber jemals zu lesen. Ich glaube, dass ich keine zwanzig schwarzen Taschen brauche, auch wenn die Form der einundzwanzigsten zwar sehr hübsch, aber doch irgendwie recht ähnlich zu dem der sechzehnten ist.
Vier schwarze, beinah identische Spitzenkleider.
In der Brigitte Woman ab 40 (die gibt mir irgendwie mehr als so ne Glamour), habe ich mal einen Artikel über Menschen gelesen, die all ihr Hab und Gut verkauft oder verschenkt haben, um sich von ihrem Besitz und somit ihrer Abhängigkeit zu befreien. Sie verkauften all ihre Bücher, ihre Autos, teilweise sogar ihr Haus, da sie merkten, dass all das sie nicht glücklich macht. Ich habe einen Menschen kennengelernt, der seinen Besitz auf unter hundert Teile reduzieren möchte, um jederzeit seine Sachen packen und weiterziehen zu können. Der Gedanke gefällt mir. So etwas fasziniert mich. Solche Menschen faszinieren mich.
Und deswegen bin ich, wie ihr wisst, dabei, ganz viel zu verscherbeln.
Als ich das letzte Mal meine Kleidung bei Kleiderkreisel reingestellt habe, dann aus den Gründen, dass ich sie nicht mehr schön fand oder dass sie nicht mehr passte. Dieses Mal werden eine Menge Dinge dran glauben müssen, die ich sehr wohl schön finde. Und die mir sehr wohl passt. Bei denen mir das Herz bluten wird, wenn ich sie weggebe. Aber wo ich doch irgendwie denke, dass es mir gut tut.
So viel dazu.
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48 thoughts on “vom besitz

  1. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, wirklich. Ich hätte nie gedacht, dass du dich so entwickelst in den letzten Jahren und dein Blog ist der beste! Ganz liebe Grüße.

  2. Genauso gehts mir schon länger..
    Ich arbeite hart für mein Geld, um mir Führerschein und auch mal etwas Luxus leisten zu können und seit ich immer im Hintergedanken hab, dass da sowas Großes wie der Führerschein bezahlt werden muss, achte ich sorgfältiger drauf, nichts zu kaufen, was nicht muss.

    Da ich momentan mein Zimmer neu mache und somit jeglichen Schrank öffnen musste, habe ich unzählige Sachen weggeworfen, Spielsachen und Kinderklarmotten und sowas spende ich an ein krankenhaus und was noch bleibt, versuche ich dann in nächster Zeit auch bei KK los zu werden..

    Ich werd auch glatt mal in deinen Katalog gucken undzwar JETZT!

  3. ich kenne das Problem sehr gut. Ich fühle mich auch versklavt von meinem Besitz und häufe trotzdem immer mehr an, lese trotzdem Modeblogs und verbrenne weiter Zeit im Internet.
    Und ich denke, es geht vielen Menschen so. Hoffentlich.

  4. toller post!
    genau das ist mein plan: in 20 jahren all mein unötiges krimskrams wegzugeben und mich frei von ballast in den busch afrikas zu begeben. zurück zu den wurzeln.
    denn der materialistischen welt in den städten, die uns zu sklaven der werbung bzw. der gier machen, kann man nie ganz entfliehen.

  5. Ich bin sprachlos. Echt jetzt. So sehr fasziniert mich dein Eintrag gerade.

    Und ich denke darüber nach, wie das bei mir eigentlich aussieht. Ich möchte mal behaupten, dass es bei mir mit dem Kaufen nicht so ist, aber ich würde es oft gerne, wobei ich mich dann doch zurückhalte, weil ich mir denke, dass ich mir das nicht leisten kann.
    Aber auch ich habe jede Menge Zeug in den Schränken, dass ich mit dem Arsch nicht angucke. Man müsste eigentlich mal alles Mögliche aussortieren und entweder verkaufen, verschenken oder wegschmeißen, um sich von dem ganzen Kram zu befreien.

  6. also leute chillts euch ma ihr seid ned drogensüchtig und wie man an dir doch siehst schwefelhölzchen verscherbelst du nur deine sachen um dir neue sachen kaufen zu können wie man an deinen einträgen erkennen kann und ich finds dumm sachen die man eig noch brauchen kann wegzugeben weil man irg durchdreht naja wat solls eure sache aber hier nicht übertreiben

  7. @ anonym – das ist es ja. ich will mein konsumverhalten ÄNDERN, was auch inkludiert, dass ich mir für das geld der verkauften dinge nun mal KEINEN neuen krimskrams kaufe. und das hättest du wohl auch verstanden, wenn du dir den eintrag aufmerksam durchgelesen hättest 🙂

  8. irgendwie macht mich der eintrag traurig, obwohl ich mich so gar nicht darin wiedererkenne… ich gehöre wirklich zu den wenigen (?) menschen, die vllt 2,3 undgetragene teile im schrank haben. weil ich recht regelmäßig aussortiere und alles verkaufe, was ich (doch) nicht oder nicht mehr trage/ brauche. sonst hätte ich auch dieses ding mit dem schlechten gewissen, wenn ich die sachen sehe.

    ich finds auf jeden fall gut, dass du jetzt aufräumen willst. das befreit auch definitiv die seele!

  9. Ach, was ich noch sagen wollte: Ich bin ja eh eigentlich nicht so der Fan von Blogs, irgendwie ja nur so halb (zweifel oft Dinge an, die du hier im Blog auch immer mal wieder erwähnst, da mir das mit dem ständigen Konsum und dem Nie-zufrieden-sein irgendwann total aufn Sack geht.

    Aber trotzdem habe ich mir in dem letzten Jahr auch wieder angewöhnt ständig etwas zu kaufen. Ich war ja dieses eine Jahr krank, weißt du vllt noch, da hatte ich am Ende des Monats noch mein komplettes Geld auf dem Konto! Da habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, was es jetzt wo neu gibt und was ich unbedingt noch brauche um endlich alles zu haben.

    Klar, Mode ist ein tolles Hobby, aber es verleitet auch wirklich zum Unglücklichsein.. Zur Zeit bin ich auf jeden Fall dabei wieder zu versuchen natürlicher zu werden: Ich verkaufe viele meiner Sachen und steige auf Basic-Klamotten um. Noch klappt es nicht 100%ig, bin trotzdem noch ständig bei KK online, aber das wird schon noch…

    Man darf es einen wirklich nicht dominieren lassen. Das ist krank.

    Ich weiß auch nicht, ob ich damit jetzt das rübergebracht habe, was ich dir sagen wollte, wahrscheinlich eher nicht 😀 Aber ich finde es auf jeden Fall toll, dass du solche Gedankengänge hast, weil es ja schon Ähnlichkeiten zum (ehemaligen) Essverhalten hat, gell? Nur noch DAS, dann bin ich glücklich.

  10. Ach, noch etwas!

    Zu räubertochter: Das klingt meiner Meinung nach echt schwachsinnig und ein wenig pseudo. In 20 Jahren (jaja, aber bloß nicht jetzt schon anfangen) in den Busch Afrikas 😀 Wahrscheinlich kein Plan vom ''Busch'', von Afrika sowieso nicht, aber Hauptsache total den Moralischen haben.

    Zu anonym: Klar, kann ich schon ein wenig verstehen. Leni's Verhalten war ja schon öfters ein wenig ambivalent, mal mag sie weniger bloggen oder nichts mehr kaufen, macht aber dann das Gegenteil. Und trotzdem ist es doch super, dass sie es immer wieder aufnimmt und versucht! Anders kann es ja gar nicht gehen, solche Veränderungen sind eben nicht so leicht…

    Wow, soviel habe ich hier ja noch nie geschrieben! 😉

  11. aahhh, lena. ich bekomme gerade ein schlechtes gewissen, weil ich ja diesen monat auch aussortieren wollte.. und es immer noch nicht getan habe! D:

  12. großartiger Beitrag!!! Die Gedanken die du hast beschäftigen mich auch sehr viel in letzter Zeit…ich bin momentan deswegen auch dabei vieles bei ebay zu verkaufen und ich muss sagen es geht mir immer besser! wenn wieder mal ein schwall an ungebrauchten klamotten aus dem schrank ist, ist das wirklich ein sehr befreiendes gefühl! ich habe mir auch vorgenommen, viel bewusster einzukaufen, früher hab ich mir das tausendste ähnliche oberteil gekauft, weil es so günstig war, und heute versuche ich wirklich ernsthaft darüber nachzudenken, ob ich dieses eine teil brauche und ob ich nicht so ein ähnliches schon besitze..und da gebe ich dann lieber auch mal mehr geld für ein wirklich gutes oberteil aus, als für viele eigentlich unnütze teile geld auszugeben, weil diese halt grade günstig waren.
    ich muss sagen, dass ich dadurch auch viel zufriedener mit mir selbst geworden bin, dein artikel spricht mir also auch aus der seele. 🙂
    viele liebe grüße, anne

  13. Super Text! Vor allem weil ich gerade selbst letztes Wochenende beschlossen habe, einiges rauszuschmeißen! Meine Bücher mussten schon dran glauben, die habe ich aussortiert und an einen Händler im Internet und einen in unserer Innenstadt verkauft. Die Liebsten behalte ich natürlich, aber viele Taschenbücher lese ich einmal und dann nie wieder. Zum Wegschmeißen sind sie doch zu schade. Mein Wochenende ist jetzt voll belegt mit dem Ausmisten der restlichen Wohnung, inklusive Kleiderschrank. Das wird lustig ;). Und: Lass dein Herz nicht bluten, denk dir einfach, dass du dir für die verkauften Sachen auch wieder schöne Dinge leisten kannst!

  14. "änni hat gesagt…

    Ach, noch etwas!

    Zu räubertochter: Das klingt meiner Meinung nach echt schwachsinnig und ein wenig pseudo. In 20 Jahren (jaja, aber bloß nicht jetzt schon anfangen) in den Busch Afrikas 😀 Wahrscheinlich kein Plan vom ''Busch'', von Afrika sowieso nicht, aber Hauptsache total den Moralischen haben."

    klar, kannst du das nicht beurteilen, da du mich ja nicht kennst. ich habe diesen plan jedoch schon seit ich klein bin, seit dem meine tante dort wohnt und ich sie einige male besucht habe. und ich werde dort erst in 20 jahren hinziehen, weil ich mir vorher vorgenommen habe, mich vollständig und gut ausbilden zu lassen in dem Beruf, den ich später ausüben möchte. Das ist mir nämlich sehr wichtig, auch wenn es heißt, dass ich so noch länger hierbleiben muss. ich will kein Moralapostel sein, jedoch ist das, was ich geschrieben habe, meine meinung. ich denke aber auch, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, was ihm im Leben wichtig ist und ich habe mich nun mal für diesen Weg entschieden.

  15. Wenn ich die Beiträge hier lese, dann habe ich das Gefühl, dass der Konsum nicht die Krankheit, sondern nur ein Symptom ist. Mir scheint eher, dass die Poster hier auf der Suche nach Glück, Freude und Sinn im Leben sind und so langsam erkennen, dass die Gleichung Besitz = Glück bzw. je mehr Konsum, desto glücklicher nicht stimmt, sondern nur kurzfristig von der inneren Leere ablenkt. Entsprechend denke ich, dass so radikale Verkaufsaktionen auch nur kurzfristig wirken. Ihr solltet vielmehr euer Leben mit Sinn füllen, Ziele die ihr erreichen wollt, euch mit Menschen umgeben, die keine emotionalen Vampire sind, Dinge tun, die euch wirklich Spaß machen, Träume verwirklichen, …

  16. Ja, wirklich schön geschrieben, irgendwie hat mich das zum Nachdenken gebracht. Wenn ich in meinen Kleiderschrank schaue, dann finde ich nichts, was ich noch nie getragen habe. Überhaupt ist mein Schranke – glaube ich zumindest – längst nicht so voll wie bei den meisten. Ich bin ehrlich gesagt viel zu geizig um wirklich viel Geld für Klamotten auszugeben. Aber andererseits muss ich sagen, seit ich einen Blog habe & damit auch mehr Modeblogs verfolge und lauter hübsche Sachen sehe, ist die Versuchung schon größer geworden. Wenn man dann ein hübsches Outfit oder einfach nur ein hübsches Kleidungsstück sieht, dann denke ich auch oft: Oh, das hätte ich auch gerne. Aber im Endeffekt kaufe ich auch nur das, was ich wirklich auch anziehen will und nicht das, was ich nur besitzen will.
    Bei Büchern schaut es da schon ein bisschen anders aus, da steht schon das ein oder andere ungelesene Buch im Regal. Aber irgendwie finde ich, dass das auch nochmal was anderes ist. Einfach irgendwie sinnvoller.
    Auf jeden Fall finde ich diese "Wandlung", die du momentan durchziehst, sehr gut! 🙂

  17. ich kenn das nur allzu gut. was da eventuell auch noch reinspielt ist der wille und das bedürfnis sich mit schönen dingen zu umgeben und möglichst viele davon zu besitzen.

    so jetzt noch was allgemeines =): hab mal deinen blog quer gelesen und er gefällt mir supergut.

    und jetzt muss ich mal neugierig sein: was studierst du?

    amüsant ist, das ich über KK auf deinen blog gestossen bin und jetzt feststelle wo du herkommst, und genau aus dem städtchen/örtchen (wenn ich mich jetzt nich wirklich irre O.o) ne freundin von mir kommt. =D

    naja wie auch immer ^^. eine treue leserin hast du ab jetzt :]

  18. liegt das vielleicht wirklich an diesem "scheiß" mode blogs und dem kreisle und diesen sachen? es geht mir genauso! genau so! ich hatte die letzten 3 jahr enie viel geld-lebe total abhängig von meinem freund da ich gerade so meine ausbildung bezahlen kann wenn ich jedocxh geld in die finger krieg geb ich es aus und mehr und mehr und mehr. früher hatte ich nie geld für bücher-jetzt kauf ich alle und lese keins. beim kreisel kauf ich tausend sachen (kost ja NIX) und zieh die sachen nie an weil sie so ausgefallen sind dass sie nich in meine garderobe passen. dann nehm ich mir vor nichts mehr zu kaufen. dann surf ich und sehe bei eine rbloggerin ein shcönes teil und denke oh von h&m -na dann guck ich mal im os. wenn die sachen da sind fühl ich mich shclecht. ich schiebe es auszu überweisen oder überweise heimlich. erzähl niemandem was. da sist langsam krank. was machen wir nun?

  19. krass, irgwie hat mich dein eintrag grad total schockiert… weil ich das gar nicht kenne, dass man sich wirklich ständig nur sachen kauft, die man gar nicht braucht…
    ich meine, klar hängt bei mir auch das ein oder andere teil im schrank, das ich kaum trage. und dass ich mehr bücher kaufe, als ich während des semesters schaffe zu lesen… keine frage. aber SO extrem wie du das beschreibst, kann ich mir das nicht mal vorstellen…
    aber so wies sich anhört, wars bei dir ja echt höchste zeit für den schritt! umso mehr freut mich, dass dus gewagt hast (:

  20. ich weiß nicht, aber ich finde, dass sich das allmählich zu ner mode-erscheinung mausert. zuerst tauchte diese meinung nur auf einem blog auf, schnell auf 3 und nun auf so vielen. ich finde das ein bisschen seltsam, dass alle blogger zur gleichen zeit dieselbe erleuchtung haben…

  21. Ausmisten ist was feines. Ich miste regelmäßig aus. Auch schon Deko&Kleinkram aus. Außer Bücher. Aber ich lese meine auch immer 😉

    @Lena: Gute Frage, warum das so ist. Aber vielleicht musste eine irgendwie mal anfangen.

  22. Danke ♥

    Haha, der Eintrag hätte wirklich von mir sein können; bin ja auch so ein Konsumkind. Mit dem kleinen Unterschied, dass mir die Erkenntnis, dass ich was dran ändern sollte, irgendwie noch fehlt 😀 Aber wer weiß, vielleicht kommt sie ja noch. Oder auch nicht.

  23. Wow Psychologie, du glückliche! Da hast du aber nen wahnsinns abischnitt gehabt ;). der studiengang passt aber zu dir, soweit ich dich, durch das querlesen hier, "kennenlernen" konnte. ist wirklich nen sehr interressantes feld.
    mein vater is diplom-psychologe und der hat die interessanteste arbeit der welt. und laut seiner aussage wird es so sein das man als psychologe gute chancen auf dem arbeitsmarkt hat, auch noch in einigen jahren.
    ich hab mir auch mal überlegt das zu studieren und insgeheim isses auch noch ein traum von mir, aber aufgrund meines abischnitts kann ich das knicken. naja, soziale arbeit wird auch gut sein ;).

  24. Du hast so Recht, mir geht es auch immer wieder so, da habe ich Momente, dass ich einsehe, dass ich zu viel habe und aich zu viel Geld für Klamotten & Krims Krams ausgebe, so dass ich für andere Dinge oder Unternehmungen nie Geld habe!
    Aber, so wie du beschrieben hast: Sobald man dann was Neues Tolles sieht, kauft man es oft doch wieder.
    Ein Teufelskreis.
    Allerdings habe ich nur 2 Sachen mit Schild und kaum ähnliche Sachen..denke ich.

  25. zum bsp bei pandafuck, panic&punkrock (da zumindest im ansatz :)) . durch diese kam ich dann auf noch mindestens 10andere, die einen ähnlichen einwand hatten. ich weiß halt nicht, ob es bei so viel posting nicht nur beim posten bleibt. ich glaube nämlich, dass das echt schwer ist, so von einem extrem ins andere 🙂 und nützlich sollte ja schließlich alles nur für einen selber sein und sich nur im besten fall auch positiv aufs kollektiv auswirken, oder?

  26. schöner post leni. gerade weil ich mich da doch teilweise genau wiederfinde. ich steck ja grad mitten im umzug. was für mich DIE gelegenheit war, mich von besagtem ballast zu befreien. tut unheimlich gut (:

  27. ich denke, das wirklich schwere ist nicht sich von den ganzen hübschen dingen zu trennen, sondern dass man nicht weiter neues kauft.
    deine gedankengänge kenne ich nur zu gut! 😉
    <3

  28. genau das will ich ja auch erreichen mit meinem projekt. das schätzen,was man schon hat und nicht ständig dieses denken "genau dieses teil macht mein leben perfekt", wie du es sehr schön beschrieben hast.

    vielleicht habe ich das nicht deutlich genug gemacht 😉

  29. Ich neige dazu Kleider in Kisten zu stopfen und die anschließend in den Keller zu verfrachten, damit ich sie nicht sehen muss. Mein Schrank sieht auf diese Weise immer sehr schön aufgeräumt aus. Auch nicht die richtige Methode, irgendwie. :/

  30. schöne gedanken, gute gedanken.
    ich habe mittlerweile für mich erkannt, dass es mich überhaupt nicht weiterbringt, meine gedanken zu intensiv um mein äusseres kreisen zu lassen.
    im gegenteil, ich fühle mich hübsch und lebendig, wenn ich innerlich ausgeglichen bin und wenn ich NICHT an mein äusseres denke. das strahle ich dann aus.
    ich glaube, dass man den blick für die wahrhaftigen dinge auf dieser welt verliert, wenn man ihn immer nur auf die äußerlichkeit der dinge richtet.

    alles was zählt, befindet sich darunter und ich muss ehrlich sagen, dass ich es viel interessanter und wichtiger finde, was ein mensch sagt, was für gedanken er sich macht über unsere art zu leben, über unsere welt.
    und wie er lebt bzw. leben möchte.

    natürlich offenbart einem das aussehen eines menschen, wem man da ungefähr gegenübesteht, aber damit meine ich nicht, was der mensch mir gerne durch seine kleidung, seinen schmuck und seine schminke suggerieren will (schau mal wie lässig/hip/cool ich bin), sondern das, was ich in seinen augen, seinen gesichtszügen und in seiner aura lesen kann.
    wahre schönheit kommt von innen.
    ist zwar abgedroschen aber wahr.
    und um glücklich zu sein, müssen wir loslassen. uns hingeben. der eigenen kreativität, der eigenen seele.
    den ganz eigenen bedürfnissen.

    ein lieber gruss aus bawü
    la

  31. hast du mal into the wild gesehen? ich vor 2 tagen. und seitdem denke ich da auch so drüber nach.
    scheiß konsumgesellschaft.
    aber irgendwie kann man ihr halt so schwer entfliehen….
    sieh dir den film an wenn du ihn noch nicht kennst =)

  32. Wow, ich bin gerade richtig fasziniert, weil ich mich so sehr in deinen Worten wiedergefunden hab.Toll geschrieben!
    Ich denke mir auch immer wieder "Okay,nur noch die paar Teile und dann brauch ich nie wieder Klamotten kaufen" haha.Wir Menschen haben wohl alle das Bedürfnis, möglichst viel zu sammeln und zu horten- und meine eine schmeißt auch so ungerne Sachen weg oder spendet sie…immmer den Gedanken im Kopf "Irgendwann brauch ich das bestimmt nochmal". -_-

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