Kreativ und nachhaltig: Patchwork aus Stoffresten

Egal, wie viel Mühe man sich gibt, beim Nähen stoffsparend zuzuschneiden – Verschnittreste fallen trotzdem immer an.

Was tun mit Stoffresten?

Nun bin ich ja jemand, der schon bemüht ist, so wenig Müll wie möglich zu produzieren, was unnötige und blöde Plastikverpackungen angeht. Aber wenn ich dann auch noch einen Haufen Verschnittreste von den wunderschönsten Stoffen vor mir liegen habe, der jetzt einfach in den Müll soll, dann blutet mir quasi schon das Herz.

Und deswegen schmeiße ich 95% aller Stoffreste auch einfach nicht weg. Getreu dem Motto „Ach komm, irgendwas kannste da bestimmt nochmal mit machen!“ wurde meine Kiste mit Minifitzel-Resten nach und nach immer voller. Ohne dass sie jemals angerührt wurde.

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Quilten und Patchwork als Müll-Vermeidung

Jetzt habe ich vor kurzer Zeit durch Stöbern in diversen Instagram-Accounts (z.B jennifersampou, sarahschrawdesigns, heritage.threads) plötzlich Quilten und Patchworken für mich entdeckt und festgestellt, dass das die ideale Art und Weise ist, Stoffreste zu verwerten.

Als kleiner Monk, der ein Faible für geometrische Formen, Symmetrie und akkurate Nähte hat – das mag ich ja eh am Nähen, dass ich sowohl meine Kreativität als auch meinen Hang zum Perfektionismus einbringen kann –  war ich eh schon ziemlich schnell Feuer und Flamme. Aber in Kombination mit der Möglichkeit, schöne Stoffe vor dem Mülltod zu bewahren, schlug mein Herz gleich noch ein bisschen höher.

Stoffbild statt Überdecke

Für mich war allerdings recht schnell klar, dass mir Quilten (hier könnt ihr euch den Unterschied zwischen Quilten und Patchworken durchlesen, falls ihr ihn nicht kennt. Mir war er anfangs nicht klar) zu aufwändig ist, die typischen bunten Überdecken auch nicht wirklich meinem Stil entsprechen und ich daher lieber bei der zweidimensionalen Variante bleibe. Aber auch da wollte ich anfangs kein Riesenprojekt wie zum Beispiel einen ganzen Kissenbezug starten. So hab ich mich dazu entschieden, einfach ein kleines Stoffbild für die Wand zu machen. Zuerst habe ich an einen Bilderrahmen gedacht, dann kamen mir aber Stickrahmen in den Sinn. Und so entstanden über die letzten Abende hinweg zwei Stoffbilder,  die nun die Wand über meiner Bügelanlage zieren. Wie findet ihr sie?

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Ich bin da vielleicht ein bisschen jeck, aber ich finds super spannend, wie man durch unterschiedliche Muster, Stoffe und Farben ganz verschiedene Wirkungen erzeugen kann. Meine Varianten sind ja doch ein bisschen bunter geworden, aber durch einfache Formen, viel weiß oder nur leichte Farbabstufungen kann man das ganze auch viel dezenter gestalten.

Ich habe in letzter Zeit, auch durch mein Vorhang-Projekt, eh gemerkt, dass mich momentan kreativere Stoffgestaltungsmethoden und Nähtechniken ein bisschen mehr reizen als bloßes Kleidungs-Nähen – wobei man natürlich auch beides schön verbinden könnte. Huch, ich glaube, in meinem Kopf machen sich gerade neue Ideen breit! Mal sehen, was sich daraus entwickelt 😉

Ach übrigens – den Bilderleisten habe ich noch einen Korkstreifen von einer alten Pinnwand verpasst, weil mich die sichtbaren Schrauben gestört haben. Dafür bin ich genauso vorgegangen wie bei meinen Kork-Bilderrahmen!

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Bis morgen Abend könnt ihr noch an meiner Verlosung für das Upcycling-Buch teilnehmen!

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